Dieses Jahr macht mich die Vorweihnachtszeit noch depressiver.
Ich kann mich kaum überwinden Vorbereitungen zu treffen.
Ums Essen und alles drum herum muss ich mich nicht kümmern, das tun schon andere.
Aber mir zu überlegen, was die Kinder zu Weihnachten bekommen sollen, fällt mir unsagbar schwer.
Es ist so mühsam mir Gedanken zu machen und keinen zu haben mit dem ich drüber reden kann.
Jeder schiebt alles auf mich.
Und ich habe keine Ahnung !
Bisher habe ich hier genau ein Geschenk zu liegen, Anias Nikolausgeschenk.
Für Finn weiss ich überhaupt nichts.
Seit Wochen schiebe ich es vor mir her mir überhaupt Gedanken zu machen, ich kann mich einfach nicht aufraffen.
Dieses Jahr ist es besonders schlimm, so schwer war es die letzten beiden Jahre nicht.
Ich weiss auch nicht, was jetzt los ist.
Papa meinte, es läge sicher an der dunklen Jahreszeit, aber danach richtets sich bei mir ja nicht wirklich.
Aber gerade vor Weihnachten, warum jetzt ?!
Ich könnte den ganzen Tag im Bett liegen, kann ich nicht wirklich aber würde ich am Liebsten tun.
Dafür hänge ich den ganzen Vormittag hier herum wenn beide Kinder in der Schule sind.
Die Zeit "nehme" ich mir gerade einfach um ab Mittag dann für die Kinder da zu sein.
Das ist auch zur Zeit einfach so diese Schnur an der ich mich durch den Tag hangle.
Mir ist grad' alles zu viel.
Nächste Woche muss ich mit Finn wieder ins SPZ am Donnerstag und Freitag.
Das macht mir jetzt schon grosse Panik.
Ich muss mit Finn mit dem Bus fahren, muss sehen das Ania versorgt ist, wenn sie aus der Tagesgruppe nach Hause kommt.
Bin wieder sehr angespannt wie die Termine dort werden, was mir gesagt wird.
Heute beim Elternsprechtag wars soweit gut, mir wurde viel Positives gesagt.
Aber ich hatte das Gefühl, für jedes Gute gabs auch gleich einen kleinen Dämpfer.
Und nebenbei wurde mir dann auch noch ein Wort ("Asperger") hingeworfen, das mir jetzt wirklich Angst macht.
Das ist eh so ein Trauma das ich habe. Das hat mich während der Schwangerschaften und in den ersten Lebensjahren der Kinder umgetrieben, die grösste Angst hatte ich davor, das eines der Kinder Autist sein könnte.
Dabei kann ich nichtmal benennen, warum gerade davor so eine Angst da ist.
Ich zwinge mich nun nicht im Internet nachzulesen, sondern auf den Termin mit der Ärztin zu warten.
Jetzt reicht es aber auch langsam mal wieder, wir brauchen mal eine Zeit die wieder ruhig läuft, hier ist alles so aufgewühlt.
Dazu kommt nun auch noch der Abschied in der Tagesgruppe, weil Anias Bezugsbetreuerin die Gruppe verlässt.
Da bricht auch wieder ein kleines Stückchen aus unserem Weg.
vor 2 Jahren
