Samstag, 25. Juni 2011

Schönes Lied, schade

Seit letzter Woche nehme ich nun die neuen Schlaftabletten, mit Erfolg.
Also ich schlafe schnell ein, wache gut auf, komme aus dem Bett und träume so gut wie gar nicht mehr, das heisst ich wache auch in der Nacht nicht mehr zitternd auf, wegen irgendwelcher Alpträume.

Dafür hatte ich am Dienstag eine richtig heftige Panikattacke.
Ich hatte im Fernsehen den Teil eines Liedes gehört und hatte es dann bei YT gesucht und auch gefunden.
Während ich dieses Lied hörte alles über mir zusammen.
Ich hatte zuerst das Gefühl, ich müsste sofort eine R. suchen.
(Gibt es in diesem Haushalt nicht mehr, seit ich ein anderes Medikament bekam und während der Einnahme regelmässig alle zwei Tage solche "Anfälle" bekam.)

Dann hatte ich das Gefühl, ich müsste sofort nach oben, aus dem Fenster.

Ania war noch wach und kam ins Wohnzimmer, da konnte ich das Lied ausstellen, vorher ging es nicht.


Meiner Mutter habe ich damit wohl einen heftigen Schreck eingejagt, sie sagte extra das Kaffeetrinken am Donnerstag ab und kam her um nach dem Rechten zu sehen. ;-)
Ich weiss schon, warum ich den Menschen um mich herum (ausser meinem Arzt) nicht meine Gefühle erzähle.
Ich lebe schon so lange, viiieeele Jahre damit und weiss mittlerweile ganz gut damit umzugehen.
Nur dass am Dienstag wieder eine Situation so heftig triggerte, das hatte ich echt schon über ein Jahr nicht mehr.
Kleine Augebblicke habe ich ja immer noch, aber ich habe absolut nicht damit gerechnet.
Obwohl ich es auch schon öfter hatte, dass mich manche Musik sehr stark bewegt.

Dieses werde ich dann wohl erstmal in den nächsten Monaten nicht mehr hören.
Schade, das Lied ist so wahnsinnig schön !

Freitag, 24. Juni 2011

Friedhof, ganz leicht makaber

Neulich auf dem Friedhof :

Ute zupft Unkraut und harkt.
Finn fegt die Randsteine und fängt irgendwann an Löcher (auf dem Grab) zu graben.
Ute fragt, was er da macht.
Seine Antwort : Ich grabe Papa aus ! *gg*
Ist das fies !!!

Und das alles immer so in selbstverständlichem Tonfall.


Naja, und was macht Ute !?
Sie geht zm Spitzenscheiden nicht zum Friseur.
Nein, sie hängt sich mit den Haaren erstmal über die angezündeten Kerzen.
Gut, dass die Haare so lang sind, sonst wäre die Flamme doch glatt bis zur Kopfhaut gekommen.
So blieb noch Zeit nach dem Wahrnehmen des Brandgeruchs, die Flamme zu löschen.

Montag, 20. Juni 2011

Bald ist Urlaub

Hui, ich bin schon wahnsinnig aufgeregt !
Schon in 7 Wochen ist unser Urlaub bei meinem Papa.

Ich war jetzt schon seit 8 Jahren nicht mehr in Berlin und ich freue mich so, es wieder zu sehen.
Wir werden zwar in der ganz anderen Ecke wohnen, aber ich habe Ania schon total neugierig gemacht und wir werden dann mal die Touris machen und in "unseren" alten Bezirk fahren.
Sie möchte gerne das Hochhaus sehen, in dem ich als Kind gewohnt habe.
Ist ja auch was, ein Haus mit 7 Stockwerken, so etwas gibt es hier ja gar nicht. *gg*

Dazu wollen wir (ähm, ich..) meinen alten Schulweg mal ablaufen und meine Grundschule ansehen.
Ich will in alten Erinnerungen schwelgen, mich wundern und wahrscheinlich traurig sein, dass sich soviel verändert hat.
Und meinen Kindern zeigen wo ich lebte als ich in ihrem Alter war.


Und natürlich freue ich mich auf Papa und seine Frau, die habe ich bisher einmal für eine Stunde gesehen und sonst nur mit ihr telefoniert.
Die müssen wir ja nun erstmal kennenlernen.

Dazu freut Finn sich auf seinen tollen Opa, der schon im Kindergarten richtig berühmt ist.
Ich wurde schon so oft von Kindern und Erzieherinnen gefragt, ob es wirklich stimmt, dass der Opa Polizist in Berlin ist. :-)
Das macht mächtig Eindruck auf die Kinder, Finn ist so mächtig stolz, das war bei mir in dem Alter nicht anders.
(Nur leider werden auch die beiden genau das Problem haben, das ich als Kind auch hatte, sie dürfen nichts genaues wissen, wäre zu gefährlich).

Papa hat schon angekündigt seine Uniform in den Flur zu hängen, die sonst im Schrank hängt.
Da wird Finn sicher staunen, er weiss ja, dass der Opa sonst nur ohne Uniform arbeitet "damit ihn die Verbrecher nicht erkennen".


Ania freut sich darauf, schonmal ein bisschen die Gegen zu erkunden, in der wir dann ja ab nähstem Jahr wohnen werden.
Das ist ja auch spannend, Berlin ist ja nun nicht gleich Berlin, die Bezirke unterscheiden sich ja schon arg.
Sie möchte auch schon einmal die Schulen "besichtigen", die wir uns schon ausgeguckt haben, die in Frage kämen.

Und meine Schwägerin freut sich auch schon, die wird dann hier den Housesitter machen, die hat dann sturmfrei.

Sonntag, 19. Juni 2011

Geschlafen ! juhuuu

Bei meinem letzte Besuch der Apotheke hatte ich ja nnu ein kleines "Abenteuer" und durfte mir ein neues Schlafmedikament abholen.
Ich kann es nicht mehr zählen, ich glaube es ist jetzt das vierte Medikament und ich war mir so unsicher, ob es diesmal passend für mich ist.

Ich hatte ja auch schon grosse Angst überhaupt einfach mal damit anzufangen und eine Tablette zu nehmen.
Die letzten Tropfen die ich bekam waren ja schon ein leichtes Neuroleptikum und davon hört man im Allgemeinen nicht viel Gutes.
Und jetzt habe ich also ein Benzodiazepin, vor dem ich eine höllische Panik hatte. Aber nachdem diese Packung nun schon länger hier liegt wurde es langsam mal Zeit anzufangen.

Ich sollte mit einer Tablette abends kurz vorm Schlafengehen anfangen, traute mich nicht und nahm nur eine halbe.
Ich schlafe ja sonst schon nicht viel, aber in der Nacht habe ich insgesamt etwa 30 Minuten die Augen zu gemacht.
Das machte mich ja nun nicht neugieriger diese Tablette noch einmal zu nehmen.

Gestern hatte ich das Gefühl, ich müsste es mal wagen.
Habe zuerst die halbe genommen und nicht geschluckt, sondern unter der Zunge zergehen lassen und habe dann gelesen.
Nach etwa zehn Minuten habe ich gedacht, ich merke noch nichts und wollte noch eine halbe dazu nehmen, der Weg zum Schrank war schon abenteuerlich.
Ich hatte das Gefühl ich hätte gut was getrunken.
Habe die halbe genomen und weiter gelesen.
Musste noch mal auf die Toilette, auf dem Weg dahin musste ich ich an der Wand entlang hangeln. *gg*

Im Bad dann das Gleiche wie nach Finns Geburt als Jürgen mir den Aufpasser machte als ich mal aufs Klo musste : Augen auf, nach vorne gucken udn tief durchatmen, nicht das Du runterkippst. ;-)

Und im Bett dann der Hammer.
Ich wollte noch lesen, schaffte zwei Seiten und hatte dabei dieses Gefühl, das man (ich) hat, wenn eine Narkose eingeleitet wird.
Der Körper wurde schwer, alles war so laaangsam.

Und ich habe gute acht Stunden durchgeschlafen, ohne Träume ohne Aufwachen.
Ich konnte sofort aufstehen, musste nicht erst ewig wachwerden und habe den Tag über was geschafft.

Das hatte ich ja ewig nicht mehr, ich hoffe, es pendelt sich schnell ein, ich mag diese Tabletten nicht zu lange nehmen.