Samstag, 6. Februar 2010

Schule

Nachdem ich die letzten Tage wie auf Kohlen sass und immer mit Herzklopfen zum Briefkasten gegangen bin, lag heute der brief der Schule im Kasten.
Da haben sie aber auch den Zeitrum "bis Ende der Woche" ausgereizt.
Die machens eben spannend.
A wurde angenommen !!!
Ich bin so erleichtert, ich denke, diese Schule ist genau das Richtige für sie.

Nur richtig freuen kann ich mich heute nicht, ich fühle mich wie betäubt.

Komischer Tag heute

Komischer Tag heute.
Hatte gestern meine Abend-Tablette vergessen und heute habe ich den Effekt gemerkt.
Ich kam mir total zugedröhnt vor, ich hatte Lachflashs ohne Ende.
War ziemlich peinlich, als ich mit meiner Mutter bei einer Firma ein Päckchen abholen musste. Da rutschte mir auf dem Weg nach draussen etwas heraus, was die Leute da vielleicht gehört haben.
Ich konnte mich nicht mehr halten.
Vielleicht sollte ich die ab und zu mal vergessen, ist doch auch mal eine schöne Abwechslung.

Schön, morgen können wir ausschlafen, eigentlich.
Sicherloch klingelt unsere Postfrau wieder zeitig um mir meine neuesten Erwerbungen zu überreichen, die ich in den langen Nächten online erstehe.

Freitag, 5. Februar 2010

"so gerne eine rauchen"

Das Gespräch bei der Psychologin war super, hat mir schon viel gebracht.
Sie hat mir vorgeschlagen einen Text zu schreiben, den mein Anwalt vor Gericht vorlesen kann, wenn ich es nicht schaffe.
Bis jetzt habe ich zwei Seiten geschrieben und es wartet noch so einiges in meinem Kopf darauf, aufgeschrieben zu werden.

Habe heute doch wieder viel geweint.
Mist, dabei hatte A mir gesagt, ich sehe nicht aus wie 30, sondern eher wie 27 ! Na ja, man freut sich ja auch über Kleinigkeiten, auch wenn es nur 3 Jahre sind.

Wieder sitze ich hier, höre traurige Musik, mag nicht ins Bett gehen, denke viel nach und würde soooo gerne eine rauchen.
Zigaretten habe ich nicht hier, meine letzte habe ich vor über 9 Jahren geraucht.
Keine Ahnung wo das jetzt her kommt.

Donnerstag, 4. Februar 2010

nicht müde

Nun hocke ich hier und warte das meine Tropfen, die ich vor einer Stunde genommen habe.
Ich glaube, das wird nichts mehr heute.
Ich werde mich trotzdem gleich mal ins Bett packen.

Heute vormittag habe ich endlich wieder ein Gespräch mit der Psychologin.
Das wird auch allmählich Zeit !
Die letzten beiden Termine musste ich verschieben.

In meinem Kopf dreht sich ein Gedankenkarussell.

Ich habe noch immer keine Antwort bekommen, auf meinen Brief, den ich letzte Woche verschickt habe.
An Fs Patentante !
Anrufen geht gerade überhaupt nicht, schaffe ich nicht.

In einigen Tagen kommt meine Schwester endlich wieder her.
Ich freue mich wahnsinnig.
Wir hoffen, die Verhandlung ist öffentlich, sie möchte mit.

Am Wochenende hatten wir Katzenjammer.
Es war ein einziges Theater hier, alle entweder am Weinen oder am Schreien.
F war die Kamera runtergefallen, was erstmal für einen heftigen Heulanfall meinerseits sorgte ind den F dann mit einstimmte.
Als wir uns beruhigt hatten, habe wir online eine gekauft.

Ich in so müde, mein Kopf tut ständig weh.
Habe mir heute erstmal etwas aus der Apotheke geholt.
Ich halte das nicht mehr aus.
Ich hoffe, das wächst sich nicht zu einer Migräne aus.

Dienstag, 2. Februar 2010

tut weh

Als damals 2004 das Baby in meinem Bauch starb und "herausoperiert" wurde/werden musste, dachte ich, mir wird mein Herz herausgerissen.
Es hat Jahre gedauert bis ich damit einigermassen leben konnte.

Diesmal fühlt es sich an, als hätte man mir nur einen Teil meines Herzens 'rausgeschnitten und ich laufe mit einer offenen Wunde herum.

Die Zeit heilt alle Wunden.
Das mag sein, aber immer wenn sich etwas Schorf gebildet hat, reisst es auf und tut noch weher als vorher.


Ich kann nicht mehr schlafen.
Die letzte Nach dauerte knapp 4 Stunden, ich kam erst nach drei Uhr zum Schlafen. Und um kurz vor sieben kam F weil er wieder einmal aufgewacht war und nicht alleine schlafen konnte.
Da helfen auch keine Tropfen.

Montag, 1. Februar 2010

Mir ist so schlecht !

es wird immer schlimmer.
Anfangs war mir nur ab und zu ein wenig übel, aber mittlerweile geht es den ganzen tag über immer in Wellen.
Ich habe heftiges Sodbrennen, der bringt mich zum Würgen.

Und Kopfschmerzen die kaum zum Aushalten sind.

Zu A sagte ich vorhin, ich glaube ich bin schwanger, nun ja, sie meinte ich soll sie nicht verscheissern. Trotzdem ging ihr erster Blick auf meinen Bauch.

Aber ganz im Ernst, so fühlte ich mich in der Schwangerschaft mit F.

Wenn ich nur wüsste, was ich mir da wieder eingefangen habe und wann es wieder aufhört.
Ich kann kaum richtig essen, heute habe ich nur eine Scheibe Brot runterbekommen.
Und gekocht habe ich auch nicht, ich kam nicht hoch.

Und dazu bin ich noch so müde, ich komme mit dem Schlafen gar nicht hinterher.
Dabei ist das Einschlafen auch ein Thema für sich, ich habe mir mittlerweile schon die doppelte Dosis der Tropfen "verordnet", sonst geht da gar nichts.
Zum Glück komme ich morgens ganz gut aus dem Bett und wir kommen auch alle pünktlich aus dem Haus.

Aber den Tag über schleppe ich mich von einem zum nächsten. Und das bei diesem Wetter, ich werde langsam bekloppt. Ich warte schon sehnsüchtig auf den Sommer.
Und das mir, die sonst immer rumgetönt hat, alle Temperaturen über 20° halte sie nicht aus. (Ein ganzer Sommer in Spanien war gut zum Gewöhnen, da freue ich mich ja, wenn es hier in Deutschland nur max.32° heiss wird.)

Sonntag, 31. Januar 2010

Ein Brief von mir

Seit dem Tag im Juni habe ich (fast) keinen Kontakt mehr, mit einer uns eigentlich nahen Person.

Ich hatte sie am 10. angerufen, um ihr zu erzählen, was passiert ist.
Danach kam dann lange Zeit nichts mehr und ich habe ihr dann eine Email geschrieben. Darauf kam dann auch Antwort, und ich schrieb wieder,aber sie antwortete nicht mehr.

Ich weiss nicht, ob ich etwas falsch gemacht habe.

Am Montag habe ich einen Brief an sie eingeworfen.
Die letzten Tage bin ich immer mit Herzklopfen an den Briefkasten gegangen, weil ich gehofft habe, dass eine Antwort von ihr da ist.

Ich weiss nicht, was ich noch machen soll.

Samstag, 30. Januar 2010

Und wieder...

eigentlich gute Stimmung hier.
Ziemlich entspannt.
Und mittendrin auf einmal der Schmerz.

Etwas fehlt...

Freitag, 29. Januar 2010

Dicke Augen und so

Mein Gesicht besteht zur Zeit zu zwei Dritteln aus Augenringen.
Dazu sind meine Augen von dem seit Monaten anhaltenden Weinen mittlerweile so geschädigt. Geschwollen, faltig und eben diese wahnsinnigen Augenringe.

Ich habe mich sogar schon verleiten lassen und mir einen Concealer gekauft. Der Erfolg hält sich in Grenzen, die Augenringe kann ich damit zwar etwas kaschieren, aber dicke Augen habe ich trotzdem.
Und wasserfeste Mascara habe ich auch schon einige durch.
Obwohl ich mir nicht die Augen wische und auch nicht Sturzbäche kommen, habe ich die nach spätestens zwei Stunden noch zusätzlich unter den Augen hängen.
(A meinte heute: Mama, dann kannst Du zum Karneval ja als Zombie gehen, Du brauchst Dich nichtmal verkleiden. Ist sie nicht süss !?)

Vielleicht sollte ich schonmal anfangen zu sparen, wenn es so weiter geht, bin ich mit 35 reif für ein Facelifting.

Ich fühle mich aber auch so nicht mehr wohl in meinem Körper, ich habe so zugenommen, und das macht mich verrückt.
ich komme mir vor, wie ein kompletter Total-Zusammenbruch.
Hoffentlich bekomme ich das irgendwann wieder hin.

Mittwoch, 27. Januar 2010

heute

Kein guter Tag heute.
Alles so dunkel, es ist so kalt und ich friere.
Kann gar nicht aufhören zu weinen.

Wo ist der Mensch, der mich in den Arm nimmt, mich einfach hält ?

Dienstag, 26. Januar 2010

Verpasste Chancen

Im Moment mag ich gar nicht drüber reden und auch nicht dran denken.
Ich komme mir so überflüssig vor, so allein.
Mir fehlt meine zweite Hälfte, der Mensch, mit dem ich mich auch ohne Worte verstanden habe.
Alles ist so öde.
Egal was ich tu, ich weiss doch, dass es nie wieder so wird, wie es war.

Nach so langen Jahren, in denen es mir schlecht ging und ich so viel Schlechtes erlebt hatte, traf ich dann mit 18 Jahren diesen Mann.
Der mich wollte, ich ihn zuerst aber nicht.
Und bei dem ich dann nach zwei Monaten einzog, weil ich zu Hause weg musste.
Ich hatte so ein Glück, so einen Menschen zu treffen.
Einen, der mich so liebt wie ich bin, mit mir die Zukunft erleben wollte, sogar heiraten und mit mir Kinder bekommen wollte.

Das kann doch einfach nicht sein, das mir dieser Mensch nach gerade einmal 11 Jahren so wieder weggenommen wird...
Ich bin so leer, und trotzdem ist soviel Schmerz da.

Wir hatten noch so viel zusammen vor und jetzt steh' ich da und alles hängt an mir.

Mir fehlt dieser Mensch, der mich in den Arm nimmt und mir wie immer sagt "alles wird gut" und damit auch Recht hat.
Der mir erwiderte, wenn ich ihm sagte, er solle mich in Ruhe lassen : "Mich wirst Du nie wieder los !", und mich dann in den Arm nahm.

Nie wieder werde ich ihn anfassen, küssen, an ihm riechen können.
Und der Gedanke ist für mich so unfassbar !

Dumpf

Die letzten Tage habe ich in einer dumpfen Lethargie hinter mich gebracht.
Fast alles fällt mir wieder schwer.
Ich würde gerne den Kopf in den Sand stecken, nicht mehr sehen und hören.

Die anfängliche Euphorie über den Brief des "Anderen" ist mittlerweile komplett verflogen.
Ich finde den Brief ziemlich suspekt.
Der Mensch schreibt fast nur von sich, erwähnt die Kinder kein einziges Mal und weiss "wie Sie sich fühlen". (Er verlor seine Frau im letzten Jahr nach langer Krankheit.)

Ach Mensch, ich bin mir schon gar nicht mehr sicher, ob er den Brief nicht doch geschrieben hat weil es besser ist, ein besseres Licht auf ihn wirft.
Es ist ja vielleicht kein Zufall, dass er ihn geschrieben hat, kurz nachdem wir beim Anwalt über eben dieses gesprochen hatten.

Am Montag hatte ich das Gespräch um A in der Realschule anzumelden.
Die Anmeldung hängt mit einem persönlichen Gespräch mit dem Schulleiter zusammen.
Ich war so wahnsinnig aufgeregt, kam mir vor, als sässe ich in Watte.
Hoffentlich dachte der gute Mann nicht, ich hätte vorher was geraucht.

So lief das Gespräch ganz gut, ich war nicht alleine Frau T kam mit um mich zu unterstützen.
Ein fieser Moment war, als der Mann fragte, ob es etwas gäbe das A beeinträchtig.
Ich antwortete platt mit nein.
Und sah schon aus den Augenwinkeln, das Frau T Grimassen schnitt und mir dann auch noch zuzischte, es zu sagen.

Na gut, habe ich dann getan und der Mann wurde hellhörig.
Alles, wirklich alles wurde notiert.

Entschieden wird diese Woche in einem Gremium, weil nur 64 Plätze vorhanden sind und es immer mehr "Bewerber" gibt.
Mit etwas Glück haben wir nächste Woche schon die Entscheidung, ob sie angenommen wird oder nicht.
Ich hoffe, es klappt, diese Schule wäre sehr gut für A und ihre Zukunft.

Heute hatte ich dann auch den Brief vom Anwalt wegen des Gerichtstermins im Kasten.
Meine Anwesenheit zur Verhandlung wurde nun sogar angeordnet.
Ui, langsam wirds mir wirklich mulmig.
Gestern habe ich erstmal nachgeschaut, ob mein Personalausweis noch gültig ist.
Glück gehabt, er geht noch bis zum 13.3.

Morgen steht noch ein sehr wichtiger Termin an, in dem es um das Finanzielle geht.
Was wir bekommen, steht ja nun endlich fest, und klingt erstmal sehr gut.
Aber es gibt da noch eine Sache von J die dringend geklärt werden muss.

Die Nächte sind wieder unruhig, kurz und kaum erholsam.
F kam jetzt acht Nächte in Folge zu mir, weil er nicht alleine schlafen kann.

Die Temperaturen machen auch uns zu schaffen.
F hustet schon wieder stark und hört schlecht.
Und ich habe schon wieder so starke Kopfschmerzen.
Nur A geht es gut, wie immer, sie rennt draussen herum, wie im Sommer und hat nichtmal den kleinsten Schnupfen. Aber so war sie schon immer.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Die Briefe

So, nachdem ich nun Zeit hatte, den Text aus dem Brief des "Anderen" zu verdauen, geht es mir wieder gut.
Seit ich den Brief gestern gelesen habe, habe ich geweint, wie lange nicht mehr.

Der Brief war sehr persönlich.
Und ich muss sagen, der Mensch hat mein Mitgefühl.
Wirklich !

Und ich finde es so unheimlich schade, dass er nicht eher den Mut hatte, diesen Brief zu schreiben.

Mir geht es gut, ich habe ein gutes Gefühl in mir drinnen.
Warm.

Nun warte ich also auf den 1. März und hoffe ein bisschen, dass die Strafe nicht zu hoch wird.

Ausserdem "freue" ich mich ihn persönlich zu treffen !

Noch ein Brief

Diesmal vom Amtsgericht.
Am 1. März um 10 Uhr ist es soweit.
In der Stadt in der J starb.
Meine Gedanken kreisen, mir ist schwindelig.

Dienstag, 19. Januar 2010

Ein Brief

Heute Mittag hatte ich diesen Brief im Kasten.
Jetzt !
Ja, ich habe ihn gelesen.
Mehr nicht, er steckt wieder im Umschlag.

Nein, es geht mir nicht besser !

Wieder ein Unfall + Panik

Gestern morgen habe ich einen Schreck bekommen, als ich vom Kindergarten wiederkam.

Ich fahre auf dem Nachhauseweg am Haus meiner Schwiegermutter vorbei.
Auf der Strasse, die vor kurzem umbenannt wurde in die L 572, der Strasse auf der J den Unfall hatte.
Diese Strasse muss ich nun jeden Tag mehrmals fahren.

Und es gab einen schweren Unfall.
Die Polizei hatte die Strasse gesperrt und es stand auch Polizei vor dem Haus meiner in dem meine Schwiegermutter und mein Schwager wohnen.
Als ich das Blaulicht sah, habe ich schon Panik bekommen, und dann stand da auch noch ein Polizist auf der Strasse.
Ich dachte, es ist denen etwas passiert.
Das war zum Glück nicht so.

Aber ich habe später gelesen, das ein älterer Mann auf die Gegenfahrspur gekommen ist und der andere Fahrer eingeklemmt war.
Mensch, das ist so fürchterlich.

Und ich denke mir die ganze Zeit, warum konnte J so einen Unfall nicht auch überleben.

Mann, er war kerngesund, warum ist er dann innerhalb weniger Minuten gestorben ?
An einer Hirnblutung !
Warum musste er nur so schnell sterben ???

Offene Augen

Zur Zeit ist Fs Thema, wenn er nachts zu mir kommt, der Papa, das Sterben, der tote Papa und so.
Da redet er dann immer noch so eine halbe Stunde.

Und vorgestern hat er etwas gesagt, das trieb mir die Tränen in die Augen, das verfolgt mich nun, es geht mir nicht aus dem Kopf raus.

F sagte, der Papa hatte die Augen zu.
Ja, das hatte der Papa.
Zumindest, als F ihn gesehen hat.

Auf den Bildern, die ich bei der Polizei bekommen habe, sind seine Augen nicht ganz zu.
Und die Bilder wurden wohl in einem unvorteilhaften Winkel aufgenommen.
Man sieht dass die Augen nicht richtig zu sind, aber auch nicht richtig offen.
Und das kann man sehen, weil sich das Licht spiegelt.

Und das lässt mich nicht los, das sieht so schrecklich aus.
Ich schaue mir die Bilder ja auch nicht oft an, eigentlich habe ich sie ausser bei der Polizei nur dreimal angesehen.

Aber das hat sich so eingebrannt und ich werde diese Bilder nicht los.
Wie er da liegt, am Strassenrand, auf dem Grünstreifen.
Der Körper so unnatürlich schief und leblos, alles so schlaff.

Ich fasse das nicht.
Eine halbe Stunde vorher habe ich noch mit ihm geredet und ihm zum Abschied einen Kuss gegeben.
Ihm zugewunken...

(Die Bilder sehen die Kinder natürlich nicht, die habe ich so hoch gelegt, das sie die auch nicht per Zufall finden. Ich aber auch nicht !)

Sonntag, 17. Januar 2010

Aufgeräumt

Letzte woch ist mir was doofes passiert.
Ich hatte mich endlich dazu durchgerungen bei meinem Arzt anzurufen und ein Rezept zu bestellen.
Am Freitag hatten wir am Vormittag Stress und ich habe vergessen das Rezept abzuholen.
Ich bin dann in unsere Stammapotheke gegangen, die kennen mich nun schon seit knapp 10 Jahren dort.
Und es war bisher immer möglich, das die mir etwas vorab gegeben haben, und ich das Rezpt dann nachreiche.
Aber diesmal war da eine Mitarbeiterin, die das nicht machen wollte.
Ich hatte Glück und der Chef kam und sagte sofort ja.
Ich kam mir ganz blöde vor da, aber ich hatte nur noch Tabletten für einen Tag.

Das Wochenende haben wir wieder mehr im Bett als anderswo verbracht.

Heute habe ich mich dann hier zu Hause ausgetobt.
Ich habe mir den Abstellraum vorgenommen, der hatte es nötig.
Genau wie in der Küche, wurde in den letzte Monaten immer nur alles, was sonst im Weg 'rumstand hineingepfeffert.

Da habe ich schon wieder etwas gefunden, das ich extra versteckt hatte.
Und zwar die beiden Taschen mit den Sachen, die aus dem Auto geräumt wurden.

Es waren total viele Stundenzettel von der Arbeit drin, die muss ich alle aufbewahren, auf jedem einzelnen Zettel hat J unterschrieben. Und so etwas kann ich einfach nicht wegschmeissen.
Unter anderem war da eine schwarze Wollsocke, die hat mich echt umgehauen.
Diese einzelne Socke in der Grösse 43-46.
Das heisst die zweite liegt noch im Auto.
Da musste ich heute dann doch noch heulen.

Mittlerweile fällt es mir gar nicht so schwer, diese Sachen wegzuräumen.
Vielleicht ist es auch nur Verdrängen.
Ich bin fast froh, wenn ich mir nichts davon ansehen muss.
Es tut zu sehr weh.

Ich weiss nicht, wie lange es noch dauern wird, bis es erträglich ist.
Immer noch bin ich so, das ich da nicht dran denke, aber wenn es mir wieder einfällt ist es umso schlimmer.

Und dazu noch dieses komische Gefühl, wenn ich an den anderen denke.
An sein "Anliegen", dass er mir die Entscheidung aufbürdet, ob es vor Gericht verhandelt wird, oder nicht.
Ich komme da wirklich nicht drüber hinweg !
Was ist denn das für ein Mensch, der einen so schlimmen Unfall verursacht, sich nie bei den Angehörigen meldet und dann wenns langsam ernst wird, seine Anwältin einen Brief ans Gericht schreiben lässt, weil er eine Verhandlung vor Gericht vermeiden möchte.

Aber genau das werde ich ja dann sehen.
Ich bin so kribbelig, aufgeregt.
Weil ich ja auch weiss, das wir danach endlich sorichtig anfangen können.
Danach wird sofort die Kur angegangen

18. Januar

So, nun ist also der 18. Januar.

Heute hat der Unfallgegner seinen Geburtstag.

Vor diesem Datum hatte ich richtig Angst.
Ich weiss nicht warum.

In meinem Kopf kreisen die Gedanken.
Wie wird er diesen Tag erleben, feiern kann er ihn sicherlich nicht.

Es ist so ungerecht, in gut drei Monaten ist Js 42. Geburtstag und wir machen uns Gedanken, wie wir den Tag hinter uns bringen.
A hat schon eine schöne Idee, sie möchte eine 42 aus Grabkerzen hinstellen.
Damit der Papa das auch sehen kann.
Da fehlen mir die Worte.

Ob der Mann auch mal an uns denkt !?

Dienstag, 12. Januar 2010

Manchmal ...

... ist Schweigen lauter als ein Schrei...
...