Samstag, 19. Juni 2010

Noch mehr Trauer

Diese Woche haben sich zwei kleine Seelchen auf den Weg zu ihrem Sternchen-Geschwister gemacht.
Ich hoffe, Jürgen und unser Sternchen, sowie der Opa schliessen sie in ihren Kreis mit ein.

Sie sind ständig in unseren Gedanken.


Wir vermissen Euch !!!

Freitag, 18. Juni 2010

Es geht mal was

Mir gehts gut !!!

Gerade war S hier und wir haben einiges geklärt.
Sie wird nun die Papiere zur Krankenkasse schicken, dann geht der Rest automatisch.
Und ich weiss nun, wir sind noch immer krankenversichert, wird durch die Berufsgenossenschaft direkt gemacht.

*~* Und endlich kann ich sagen, dass unsere finanzielle Situation jetzt geklärt ist !!!*~*
(Und das nun nach gut einem Jahr, immerhin, ich freue mich.)



Und : Jürgen bekommt sein Kreuz an der Unfallstelle, dem Ort, an dem er starb

Sie hat bei unserem Bestatter angerufen und hat gefragt, ob sie uns ein Kreuz machen, dass wir an die Strasse stellen können.
Es wäre ein Kreuz 120cm hoch, 30cm tief in die Erde zu stecken aus Eiche, wie Jürgens Sarg.
Ich hör' ihn schon meckern, Eiche püüüüh.........
Kostenpunkt 50 Euro, mit Inschrift, ich hatte mit mehr gerechnet .
Nun muss ich mich erstmal mit den Kindern auseinandersetzen, Ania möchte gerne ein blaues (!!!) Kreuz, am liebsten Himmelblau, oder Babyblau, weil das heller ist. ^^
Ich bin mir nicht sicher ob nicht ein blaues Kreuz an der Stelle zu mehr Unfällen führt, als es dort sowieso schon gibt.
Und welcher Text auf das Kreuz soll, ich mag gerne seinen Vornamen und Geburts- und Sterbedatum.

Dann hat sie beim Kreis angerufen, ob es da Vorschriften gibt.
Da bekam sie eine Nummer, ich glaube von der Strassenmeisterei, und dort sagte man, das Kreuz an sich ist kein Problem, es sollte nur nicht direkt am Strassenrand stehen, wegen der Begrünung.
Es würde schon gerne mal nachts gefahren um diese zu mähen. Dabei sehen die das Kreuz nicht und es gab schon einige Beschwerden von Angehörigen, weil denen sprichwörtlich das Kreuz umgemäht wurde.

Übernächste Woche fahren wir zur Unfallstelle und schauen, an welcher Stelle das Kreuz gut aufgestellt werden kann.
(Und ich habe Grusel, das wird wieder hart.)
Ich werde mal einige Fotos mitnehmen, damit wir wissen wo das Auto stand.
(Und ich kann dann endlich die genaue Stelle sehen, an der Jürgen, im Auto, gestorben ist. Mitten auf der Strasse, ich komme da einfach nicht drüber hinweg. Er sass alleine, eingeklemmt im Auto und starb. Diese Gedanken werde ich einfach nicht los, und es tut weh...)

Danach wieder bei der Strassenmeisterei anrufen, die genaue Stelle angeben und er wird das dann (hoffentlich) absegnen.

Ach Mensch, ich war gestern so froh, einmal einen ganzen Tag nicht geweint zu haben.
Heute mache ich das wieder wett.
Es fing vorhin an, als ich die Fotos der Unfallstelle angesehen habe, die mit dem Helikopter gemacht wurden. Dort stehen beide Autos noch an ihren Stellen.

Mann, das kann alles nicht wahr sein.
Das Auto sah so schlimm aus, ich fasse es nicht.

Dienstag, 15. Juni 2010

Aua/ Schmerz und Blut

Da war ich heute eh den ganzen Tag so müde.
Letzte Nacht konnte ich erst um 2 Uhr 'rum schlafen.

Gegen Mittag bin ich in die Küche gegangen um Finn Mittagessen zu kochen.
Und das erste was ich dann mitbekomme war Finns Frage, was ich da mache.
Und heftige Schmerzen im Rücken und am Hinterkopf.

Mensch, mir dröhnt der Schädel.
Wirklich übel, zum Glück habe ich keine Beule.


Am Nachmittag hatte ich noch ein Schreckerlebnis.
Ich merkte einen fiesen geschmack im Mund, nach Blut.
Ich hkonnte mich übers Waschbecken hängen, mit offenem Mund, und das Blut tropfte.
Als ich das sah, wurde mir wieder komisch.
Da musste ich mich erstmal sicherheitshalber hinsetzen, meine Beine wurden schon ganz weich.
Ich kann nichtmal mehr mein eigenes Blut sehen.

Nun, es ist meine Zunge.
Die provisorische Füllung hat sich gelöst und der Rand des aufgebohrten Zahns hat mir die Zunge an der Seite aufgeschlitzt.(Hört sich abenteurlich an.)

So werde ich morgen früh also direkt beim Zahnarzt anrufen, damit ich bitte morgen noch drankomme, das tut echt fies weh.

Hoffentlich kann ich dann eben bei meinem Hausazrt um die Ecke einspringen und mit einen Termin holen.
Vielleicht sollte ich doch mal hingehen, damit er mal nachschaut, ob bei mir was nicht stimmt.

Montag, 14. Juni 2010

oma + opa

Seit ein paar Tagen sind meine Oma und mein Opa bei meiner Mutter zu Besuch.
Heute waren wir auf dem Friedhof.
Und ich finde es heftig, diese beiden alten Menschen am Grab ihres "Enkels" zu sehen.
Die beiden sind knapp 80 und haben schon so viele Menschen aus ihrem Umfeld beerdigen müssen, aber eben alle schon älter.

Als Jürgen beerdigt wurde und die beiden am Grab vorbeigingen und Erde warfen, war das für mich noch das Schrecklichste, neben den anderen schlimmen Dinge bei der Beerdigung.

Die beiden sahen noch viel älter aus, sogar mein Opa war fix und fertig und das muss was heissen.

Jürgen war ja auch schon ein ungewöhnlicher Typ.
Meine ganze Familie musste erstmal schlucken, als ich ihn anschleppte. *g*
Ich 18 und er 30.

Aber mit der Zeit hat er sich doch richtig beliebt gemacht, auch wenn er manchmal nicht so rüberkam.
Mit seiner absoluten (brutalen) Ehrlichkeit, mit der er sich doch eigentlich eher selten Freunde gemacht hat.

Ach Scheisse, ich vermisse ihn einfach so...

Wieder traurig

Was ist nur los ?
Seit gestern bin ich so wahnsinnig traurig.
Heute habe ich mir nach längerer Zeit das komplette Album angesehen und dabei geheult wie ein Schlosshund.
Ich habe das Gefühl, ich begreife es nicht, dass Jürgen tot ist, unwiederbringlich.

Ich habe immer noch dieses Bild vor Augen, als am 10.Juni die Polizisten in die Wohnung kamen.
Das war so schlimm, zwei oder drei Polizisten in Uniform und der Seelsorger.
Ich weiss nichtmal mehr, ob der Mann, der zuerst in unserem Flur stand mir geantwortet hat, als ich fragte, es ist doch nicht Jürgen.
Als dann immer mehr Menschen in die Wohnung kamen.

Und dann alle verteilt in der ganzen Wohnung, einer bei Ania im Schlafzimmer, zwei mit meiner Mutter in der Küche, der schlimme Seelsorger bei uns im Wohnzimmer.

Dann der Arzt, wo auch immer der her kam, der mir Valium aufdrängen wollte "nur eine halbe Ampulle". Den Rest habe ich nicht verstanden, der hatte einen so wahnsinnigen Akzent, indisch oder so.


Ich kann das nicht vergessen !

Und die Polizisten auch nicht.
Mein Papa ist seit knapp 30 Jahren Polizist in einer deutschen Grossstadt und er sagte mir, er hat es nie getan, so eine Nachricht zu überbringen.

Es ist doch verrückt, wie viele Menschen in so etwas hineingezogen werden.

Tja, nach dem ganzen Trubel sitze ich also hier, alleine.
Und muss sehen, dass es wieder wird.

Samstag, 12. Juni 2010

geschafft

Morgens ging es noch, ich habe Finn zum Kindergarten gebracht und bin dann beim Zeitungsladen rein und habe die zurückgelegten Zeitungen abgeholt.
Da habe ich meinen Bruder auf dem Weg zur Schule getroffen und wir haben dort mitten in der Stadt eine Zeitung auseinander genommen, weil wir auf die Anzeige gespannt waren.
Das war vielleicht ein Akt, bis wir uns auf einen Spruch einigen konnten, so gut wie alle meine Vorschläge wurden abgelehnt.

Den Sonnenuntergang hat Ania gezeichnet.
Das war ein Krampf, wir haben wochenlang zu Hause gesessen und gemalt, was da alles bei rausgekommen ist...
Natürlich waren Anias Zeichnungen schöner !
Bei der Druckerei hat die Frau extra einen der Drucker gefragt, ob es möglich ist, dieses Bild in die Anzeige zu übernehmen.
Und Ania ist so stolz ! (Ich auch !)



(Ich habe heute die "Genehmigung" der Kinder bekommen ihre Namen auszuschreiben.)



Dann beim Blumenladen das Gesteck abgeholt.
Das hatte Ania auch alleine bestellt, die Form als Mond und die Blumen hat sie mit der Floristin ausgesucht. Ich durfte nur bezahlen. :-) (Ich finde es so schön, dass Ania sich so einbringt.)
Da musste ich noch eine Weile warten, weil auf der Schleife ein Name falsch war, statt Ania hatten sie Amia aufgedruckt.
Während des Wartens kamen Rettungswagen und Notarztwagen am Laden vorbeigefahren.
Das war so gruselig.
Immer wieder denke ich daran, dass für Jürgen auch Menschen unterwegs waren, um ihn zu retten, konnten ihn aber nur noch bergen.


Auf dem Weg zum Friedhof habe ich dann doch angefangen zu weinen.
An Jürgens Grab angekommen hatte ich gerade meine Tasche abgestellt, da kamen Jürgens Tante und Onkel, die extra hergekommen sind.
Da sind dann doch wieder viele Tränen geflossen.
Die beiden sind dann weiter. (Jürgens Vater ist ihr Bruder, der liegt ja nahe bei und ihre Eltern auch.)
Ich habe dann eine Weile ruhig rumgewerkelt, das mag ich ganz gerne, ganz alleine und in Ruhe keiner der quatscht.

Nach dem Mittag habe ich bei meiner Mutter angerufen, damit sie zu uns kommt
-ich sass nur zufällig am PC, weil Finn nicht in den Kindergarten wollte, sonst bin ich um die Zeit ja unterwegs- und da habe ich auf die Uhr geschaut und es war 13:59.
Das war so schlimm.
Da wurde dann noch eine Runde geheult.

Am Nachmittag bin ich dann mit beiden Kindern und meiner Mutter noch einmal hingegangen, die Kinder wollten das Gesteck sehen und den Legestrauss hinbringen.
Ich habe mich so gefreut, dass Ania mit gegangen ist.
Auch wenn sie nicht die 1 aus Kerzen gestellt hat.
Das habe ich mit meiner Mutter gemacht.
In einer Schale haben wir nun die letzten Erika(s, -ken oder wies heisst) gegen Margeriten getauscht, ich konnte die nicht mehr sehen.




Als wir uns auf den Rückweg gemacht haben, kam doch noch Jürgens Mutter.
Das war so traurig !
Es tat so weh, sie zu sehen, ihren Schmerz zu sehen.
Sie musste ihr erstes Kind nun auf dem Friedhof besuchen.
Ich frage mich echt, was haben wir alle bloss gemacht, damit uns so etwas passiert.

[Meine Schwiegermutter hat es nicht leicht, ich weiss nicht, wer sich so etwas ausdenkt.
2003 - ihre Schwiegermutter
2005 - ihr Mann
2009 - ihr Sohn
2009 - ihr Hund
2009 - ihre Schwester]


So war der Tag eigentlich ruhig, ich hatte in den Tagen davor so schlimme Angst, es war schlimmer, als der Tag selber.
Nur am Abend hat es mich erwischt.
Ich hatte eine so heftige Panikattacke wie schon lange nicht mehr, ich konnte mich erst nach gut zwei Stunden zum Schlafen hinlegen.

********************************
Tja,nun ist also dieses "magische" Jahr um und trotzdem ist noch alles so wie vorher.
Ich weiss auch nicht, was ich erwartet habe.
Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass mir alle zu verstehen geben (wollen), dass es jetzt langsam mal gut ist. Schliesslich ist es schon ein Jahr her.
Manchmal fühle ich mich aufdringlich und denke, ich sollte es mal ruhen lassen.

Hat man ein Recht, nach einem ganzen Jahr noch so traurig zu sein !?

Donnerstag, 10. Juni 2010

.


Das große Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
Julie de Lespinasse



Mittwoch, 9. Juni 2010

letzte nacht

Die letzte Nacht war doof.
F kam schreiend und weinend ins Wohnzimmer und hörte nicht auf.
Er brüllte wie verrückt und kanllte mit den Türen.
Ich verstand kein Wort, weil er so schrie.
Später durfte ich ihn dann auf den Schoss nehmen und trösten.
Er weinte über eine Stunde lang, weil sein Papa tot ist.
Oh man, ich weiss in diesen Situationen nie, was ich machen/sagen soll.

Ich rede dann eigentlich nie viel, ausser, dass ich ja bei ihm bin und nicht sterbe, ich immer bei ihm sein werde.
Und halte ihn fest.
(Und halte aus.)

Was anderes kann ich wohl nicht tun !?

Zahnarzt

Den Termin beim Zahnarzt habe ich nun hinter mich gebracht.

Ich fühle mich wie 80, meine linke Gesichtshälfte ist taub bis unters Auge, sogar das Ohr ist gefühllos.
Ich muss ständig aufpassen, nicht auf mein Zunge zu beissen.
Meine ganze Unterlippe hängt und ich muss aufpassen, nicht ständig zu sabbern.
Ich musste vorhin erstmal vor dem Spiegel üben, wie ich meinen Mund bewegen muss, damit es nicht allzu skurril aussieht.

Telefonieren war vorhin ganz schlecht, aber meine Mutter hat mich doch noch verstanden. *g*
F wurde von ihr zum Kindergarten gebracht, weil ich mich hier einen Moment hinlegen musste.

Die Ärztin musste bei der Betäubung zweimal nachspritzen, und am Ende ein anderes Medikament direkt in den Zahn, weil es nichts half.
Diesmal bliebe die ZA-Helferin direkt da, weil ich schon wieder eine Panikattacke hatte, mein Herz raste und ich konnte kaum atmen.
Zum Glück dauerte es nur wenige Minuten.

Jetzt habe ich einen aufgebohrten Zahn, mit Salbe und provisorischer Füllung.
Am 22. Juni habe ich dann den Termin, wo sie mir die Kunststofffüllung verpasst, die ich mir mal leiste.^^
Und mein Kreislauf spielt verrückt, mir ist schwindelig.

Für die Röntgenaufnahme musste ich meine Ohren und das gesicht vom metall befreien, nun bin ich nackig. *gg*
Das Einsetzen der Piercings und Ohrringe verschiebe ich auf heute abend, das schaffe ich jetzt nicht.
Nur das in der Zunge musste schon rein.
Manno, dann muss ich nachher erst mal wieder sehen, wo welcher Ring hingehört, sind ja nur 13.
Dann kann mich hier wieder fluchen hören.

Termin abgesagt

So eine Kacke !
Ich wollte ich zu dem Termin heute bei der Psychologin alleine hingehen.
Und jetzt habe ich gerade abgesagt.
Mann, jetzt fängt das schon wieder an.

Zum Termin beim Zahnarzt heute Mittag muss ich aber wirklich gehen.
Ich habe so Schmerzen.
Die letzten drei Tage habe ich mich von Tabletten ernährt.

Ich bin so feige, das gibt es doch gar nicht.
Die Psychologin war gerade sauer, und sie hat ja Recht !

Dienstag, 8. Juni 2010

Schlimm

Bin ich froh, dass die Kinder im Bett sind.
Hier brennt die Luft, es wird nur noch gebrüllt geheult und geschlagen.
Anders können die beiden sich wohl nicht ausdrücken.
Es ist gerade der Horror pur und ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll.
Es geht mir selber gerade so schlecht.

Ich habe so eine Angst.
Vor einem Jahr waren wir noch glücklich.
Wie hält man sowas nur aus.

Ich bin froh, dass ich morgen den Termin bei der Psychologin habe, den ich eigentlich mit S zusammen haben sollte, aber sie kann nicht.
Ich wollte den eigentlich absagen und einen neuen ausmachen.
Nun bin ich also morgen dort, zum Glück.

Ich wünschte, wir hätten schon Freitag !

Kindermund

Der andere Fahrer wird bei uns 'Edgar' genannt (so heisst er aber nicht), damit die Kinder einen Ausdruck für seinen Namen haben, wenn sie mal etwas erklärt oder erzählt haben wollne.

So stand F gestern neben mir und sagte, wenn er einmal Kinder möchte, wird er eine Frau suchen.
Dann wird er gross und auch ein Papa, und dann wird der Edgar kommen und ihn totfahren.

Und das in einem beifälligen Tonfall, selbstverständlich.

Ich war erschrocken, aber so richtig.


Er hat das Thema Tod zur Zeit wirklich heftig, er fragt immer wieder : Mama, ich will nicht dass Du stirbst, du stirbst doch nicht ???
Er spricht viel über den Unfall und dass der Papa tot ist.
Er sagt es immer und immer wieder.

Ich glaube, das geht es ihm wie mir.

Ich muss mir auch immer wieder in erinnerung rufen, dass Jürgen tot ist.
Aber ich kann / will das einfach begreifen.
Das ist so irreal, MANN

Auf- /Aus- räumen

Zur Zeit bin ich voll im Aufräum-Wahn.
Je näher der Termin für die Kur naht, desto aufgeregter werde ich.
ich habe Angst, irgendetwas zu vergessen.
Ich habe schon so viele Sachen doppelt, weil ich sie och einmal gekauft habe, weil ich dachte, ich hätte davon nichts mehr.
In Fs Zimmer stehen schon zwei Taschen voller Zeug.

Ich habe so viele Sachen aussortiert, die wir nicht mehr brauche, ein paar Teile habe ich nun zur Auktion eingestellt.

Was ich mit dem Rest mache, weiss ich auch noch nicht.
Vielleicht sollte ich die vorher auch mal in den Keller packen, ich weiss nicht.

Ich bin froh, etwas los zu werden.

Süsser Anwalt ;-)

Unser Anwalt ist ja ein sehr netter Mensch, auch seine Frau finde ich lieb.
Sind auch privat ganz toll.

Als ich vor einigen Monaten das erste Mal hinging, in die Kanzlei, war mir das gar nicht aufgefallen.
Erst bei einem weiteren Besuch fand ich dies :


Das finde ich so witzig, man könnte meinen, dieser Spruch ist mein Motto, aber eher, wenn man das Süsse gegen Schokolade tauscht.

Die Idee ist so cool, gestern war ich mit F dort und er durfte für jeden ein Tütchen mitnehmen.

Drin war dies hier :

Ich muss schon sagen, ich war wirklich etwas enttäuscht.
Das keine Gummi-Paragraphen drinne waren ! *ggg*

Montag, 7. Juni 2010

Rechnungen

Gerade habe ich eine weitere Rechnung vom Stapel bezahlt, diesmal im mittleren vierstelligen Bereich.

Und so wie es aussieht, wird da noch etwas kommen.


Und ich sehe den Grabstein schon schwinden, da wird kaum noch etwas zu machen sein.
Ach, so ein Mist, ich hätte ihn gerne schon in den nächsten Monaten machen lassen.

Ich mag wirklich nicht mehr morgens aufstehen

Spät geschlafen

Letzte Nacht war schlecht.
Um elf kam F, weil er nicht alleine schlafen wollte.
Eine halbe Stunde später kam A, weil sie in der Hitze nicht schlafen konnte.

Um halb eins war endlich halbwegs Ruhe.
F lag dann bei mir und erzählte immer vom E, der den Unfall gemacht hat, von der Polizei eine Anzeigen und vom Richter eine Strafe bekam.
Das beschäftigt ihn gerade wieder sehr, er hat diesmal nicht geweint, aber ich.

Ich habe so eine Angst.
Immer wieder fallen mir Situationen ein, aus den Tagen im letzten Jahr.
Ich weiss nicht, wie ich den Tag überstehen kann, ohne alle paar Minuten in Tränen auszubrechen.

Immer mit dem Gedanken, da war mal jemand, der mir sehr viel bedeutete und ich ihm.

Sonntag, 6. Juni 2010

Mein ganzes Glück


war das !

Und jetzt ?

Es ist ein so riesiges Loch geblieben, es tut so weh, ich halte das einfach nicht aus.

AngstAngstAngst..........

Ich habe soooooooo eine Angst vor Donnerstag.
Ich kann gar nicht mehr klar denken.
Immer wieder laufen die Gedanken zu den Tagen vor fast einem Jahr.

Da war ich noch glücklich !

Und wo stehe ich heute :

Bekomme einfach keinen Draht zu meinen Kindern
Kann mich nicht um mich selbst kümmern
Schaffe nichts
Vermisse meinen Mann, den, mit dem ich alt werden wollte, den, der mich liebte, der, der mich so nahm wie ich bin

Und wo ist der Mensch, der mich festhielt und mir Mut machte, wenn es mir schlecht ging, ich Angst hatte !?

Tot, er kommt wirklich nie mehr wieder

So werde ich am Donnerstag versuchen alles hin zu bekommen, immer mit dem Gedanken im Kopf, dass Jürgen schon ein Jahr nicht mehr da ist und ich immer noch kein richtige Leben für uns aufgebaut habe.
Weil ich es einfach nicht schaffe.

Tot ist er, hat unsere gemeinsame Zukunft mitgenommen, ich wünschte, ich könnte bei ihm sein.

Ich fühle mich so alleine, einsam, kaputt, ein Teil von mir fehlt.

Samstag, 5. Juni 2010

Papierfund

Mist, mir gehts schlecht.

Unsere Nachbarn hatten vorhin eine Party, die Musik die gehört wurde, war so ziemlich das, was Jürgen so hört.
Fs Zimmer liegt nach vorne, also zum Nachbarhaus, und so konnte ich alles hören, während ich seine Hand hielt und wartete dass er einschläft.
Als dann die Onkelz kamen, war ich so froh, endlich aufstehen zu können.
Das hätte ich nicht länger ausgehalten.
Ich habe Jürgens CDs eine Zeit lang nach dem Unfall immer und immer wieder gehört, bis es nicht mehr ging.
Das kann ich nicht mehr.

Jetzt, wo ich Ruhe hatte, habe ich mal einen meiner Ordner "sortiert", das heisst ich habe Jürgens Sachen in einen separaten Ordner geheftet.
So dolle geweint wie dabei, habe ich schon wochenlang nicht mehr.
Das ist alles so endgültig.

Dabei ist mir eine Unfallmitteilung in die Hände gefallen, ich hatte das schon fast vergessen.
Anfang Oktober 2004 hatte Jürgen einen Autounfall.
Er war abends auf dem Weg zur Arbeit, der Unfall geschah um ca 20.30 h.
Er kam von der Strasse ab, geriet in den Graben und überschlug sich.
Das Auto blieb auf dem Dach liegen und er musste da so rauskrabbeln.
Nachher wurde festgestellt, dass er wohl gut daran hat, sich nicht anzuschnallen.

Irgendwann stand er hier in der Tür und ich war so geschockt.
Und so froh, dass er es recht heil überstanden hat.

Warum nicht auch dieses Mal !?

Ach, ist wieder alles so scheisse.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Ich bin bedient

Wir waren gerade auf dem Friedhof, das Wetter ist schön und wir hatten gestern Blumen gekauft.
F war giessen !!

Und ich habe wirklich die Schnauze voll.

Es wurde schon wieder etwas geklaut.

Zuerst war es ja ein schönes, buntes, grosses Windrad, dass ich auf einem Stadtfest gekauft hatte.

Und nun waren es ein kleines Windrad, eine Libelle mit Flügel die sich drehen und ein grösserer Engel, den Schwiegermutter hingestellt hat.

Ich bin wirklich erschüttert !

Mir fällt nichts mehr ein, ich bin traurig.