Gut, dass dieser Tag zu Ende ist und ich ins Bett gehen darf.
Ich weiss auch nicht, was mit mir los ist.
Sind bestimmt die Hormone !
Alles nervt mich an, fällt mir schwer.
Nachdem wir gestern schon die Möbel in Anias Zimmer von den Wänden gerückt haben, konnten wir heute anfangen mit dem Streichen.
Und ich bin echt nicht zufrieden.
Es sieht behämmert aus, finde ich.
Sieht meine Schwester ganz anders, ich glaube die will mich nur beruhigen.
Heute haben wir also zwei Wände geschafft.
Wobei ich nicht bis zum Schluss dabei war, ich habe Finn schonmal Abendbrot gemacht und die eingeweichte Wäsche gewaschen.
Die Wäsche...
Wie weiss ich wirklich nicht, aber nach und nach hatten wir alle unsere Klamotten eingesaut.
Die haben wir dann nur noch in der Badewanne im Wasser liegen gelassen, damit die Farbe nicht trocknet.
Eine Maschine habe ich heute schon geschafft, die zweite wird morgen folgen.
Anias Zimmer sieht schlimm aus, wir haben den Kleiderschrank fast komplett leer geräumt um ihn abziehen zu können.
Das Ding ist sauschwer, auch ohne Klamotten.
Die Sachen liegen nun überall gestapelt herum.
Davon wurde auch einiges mit Farbe bekleckert und durfte eine Runde durchorgeln.
Der Abend war dann eigentlich recht unspektakulär, beide Kinder haben fix gegessen, Finn hat noch am PC sein Spiel beendet, nicht ganz freiwillig, aber immerhin.
Zähneputzen und vorlesen lief auch ruhig ab.
Nur als ich dann das Licht ausgemacht hatte und wir im Bett nebeneinander lagen, fing Finn an zu weinen.
Er sagte, er hat Angst dass ich ihn alleine lasse, er mag nicht alleine sein.
Und der Papa fehlt ihm.
Er weinte so heftig : Papaaaa ...schluchz...Papaaaa...schluchz...Papaaaa...schluchz
Das war so schlimm, ich konnte ihn nur festhalten und versuchen zu trösten.
Was soll ich ihm auch sagen ?
Kurz vor dem Schlafen meinte er : Ich will nur dass der Papa in echt lebt.
Mir tut das so weh !
vor 2 Jahren

Ich würd dir so gern etwas hilfreiches schreiben, so gern etwas tröstendes fürs Kind. Aber mir fällt nichts ein, was nicht total doof und abgedroschen klingt.
AntwortenLöschenTrotzdem möchte ich nicht wortlos wieder wegklicken, ich möchte dir sagen, daß es Menschen gibt, die an euch denken!!!!
Darf ich dir auch was schreiben, ich bin sonst eher stiller Mitleser: als ich sechs Jahre alt war starb mein Papa, er war zwar krank und das auch über einen gewissen Zeitraum, aber für mich als Kind war es schrecklich. Auf einmal war mein Papa weg und ich konnte nicht verstehen warum. Meine Mutter war mir kein Trost da sie in ihrer Trauer meine kindliche Trauer nicht wahrgenommen hat. Meine damals schon erwachsene Schwester hat mich aufgefangen, wenn die verzweifelte Kinderseele nach Papa weinte.
AntwortenLöschenEs ist toll (hört sich irgendwie blöd an) wie du deine Kinder versuchst aufzufangen. Nimm sie fest in die Arme wenn sie es brauchen und vorallem zulassen, sie brauchen es und du auch.
Liebe Grüße Alex