In den letzten Wochen hat mich ja eine unheimliche "Ausmist-Wut" gepackt, ich möchte vor dem Umzug soviel wie möglich loswerden.
Am Donnerstag war endlich Sperrmüll, ich sass hier schon auf Kohlen.
Wir haben jetzt zumindest den Keller schon zu ¾ leer.
Mit dem Ausräumen haben wir schon am Dienstag angefangen, weil schon einige tage vorher Unmengen an Nierderländern, Polen und Ukrainern mit Lieferwagen herumfahren um die schönsten Sachen zu ergattern.
Beim Aussortieren habe ich diesmal fast keine Sachen behalten, weil mein Herz dran hängt.
So ging auch die riesige Tonschale mit weg, die wir damals zur Beerdigung seiner Oma bepflanzen liessen und einige Jahre später zur Beerdigung seines Vaters.
(Und ich habe es endlich geschafft das Grabkreuz vom Scghwiegervater zu entsorgen. Ich habe im Keller eine Stichsäge gefunden und es einfach kleingeschnippelt.)
Einzig eine grosse Tüte voll mit alten Videos von Jürgen musste bleiben, ich konnte sie einfach nicht nach draussen stellen.
Da geht es mir mit seinen Büchern ja ähnlich. Ich habe bei einem grossen Teil miterlebt wie er sich die auf Flohmärkten "ersammelt" hat, er hat sich über jedes einzelne Buch gefreut und da kann ich sie jetzt nicht einfach so abgeben.
Die werden also alle mit umziehen, genauso wie der grosse Koffer mit seiner Kleidung.
(Nur bei seiner Berufskleidung habe ich mit Ania entschieden, dass wir die entsorgen.
Das sind Unmengen an weissen T-Shirts, Schürzen und Bäckerhosen.
Da hängt unser Herz nicht wirklich dran.)
Und hier oeben geht es weiter.
Ich schleppe ungefähr jeden dritten Tag einen 60l Sack zum Müll, es wird und wird nicht weniger. :-/
Hier liegt soviel Kram, ich schmeisse grosszügig weg und es ist noch viel übrig.
Dazu kommt ein wahnsinniges Chaos, hier sieht es tatsächlich aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Räume ich an einer Ecke auf, taucht an der nächsten Ecke der nächste Stapel Zeug auf.
**************************************************************************
An der Umzugsfront in Berlin geht es allerdings voran.
Mein Papa hat anscheinend mittlerweile seine halbe Dienststelle mobilisiert.
Okeeee, das ist übertrieben, aber in seiner "Abteilung" ist unser Umzug wohl grosses Thema.
Ein Kollege hat sich angeboten, er würde sehr gerne den LKW fahren, den wir dann für den Umzug anmieten würden.
Bei der Gelegenheit meinte eine andere Kollegin er solle sich dann unbedingt an sie wenden, sie könnte uns helfen den LKW zu mieten, sie hätte da Connections !
So bräuchten wir kein Unternehmen beauftragen.
Ich müsste nur sehen, dass bis dahin alles eingepackt bzw. abgebaut ist, damit nur noch eingeladen werden muss.
(Ich muss nur nochmal sehen, woher ich Umzugskartons bekomme und wieviele wir überhaupt brauchen.^^
Ich werde wohl schon Anfang des Jahres anfangen müssen einzupacken.
Viel Hilfe werde ich da wohl nicht bekommen.)
Diese Woche hat mein Papa auch schon zweimal angerufen, man merkt er freut sich wahnsinnig. ;-)
Er wollte jeweils mir nur kurz etwas sagen und am Ende haben wir wieder fast eine Stunde gequatscht.
(Ich wusste nicht, das man so lange über Kanarienvögel quatschen kann. *gg*)
****************************************************************************
Abgesehen von den rationalen Entscheidungen die mit unserem Wohnortwechsel zu tun hat, genehmige ich mir alle paar Tage eine Heulzeit.
Ab und an fällt mir etwas ein woran ich mich dann richtig aufhänge.
Vor einigen Tagen war es Anias Konfirmation, mann, was habe ich geheult.
Nun steht ein Gespräch mit unserem Pfarrer an um mit ihm zu besprechen ob es möglich ist, dass Ania in Berlin in den Katechumenen- und Konfirmandenunterricht geht und wir dann für die eigentliche Konfirmation hierher kommen.
Wenn das möglich wäre, könnte sie auch zusammen mit ihren Freundinnen gehen.
Sie möchte unbedingt von unserem Pfarrer konfirmiert werden, dem der beide Kinder getauft hat und der den Papa beerdigt hat, da liegt ihr sehr viel dran.
*****************************************************************************
Ab und zu habe ich wieder ein heftig schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber, sie hier herauszureissen.
Ich schwanke da wirklich hin und her, schlimm.
Dazu die riesige Angst, nicht die richtigen Schulen für die Kinder auszusuchen.
Ania kann ja schon ein bisshen mitentscheiden, soweit es von hier aus geht.
Aber für Finn muss ich entscheiden und ich tu mich da echt schwer.
Dazu dann noch die Tatsache dass Finn hier eingeschult wird und nur ein Schuljahre an der Schule bleibt.
Ich versuche mich ja schon damit zu trösten, dass er in Berlin dann noch fünf Jahre auf der Grundschule haben wird und sich sicher schnell eingewöhnt.
Und bei Ania wird es ja nun so sein, dass sie dort in die siebste Klasse gehen wird und da werden ja eh dann neue Klassen gebildet, so dass sie dann nicht die einzige sein wird, die neu auf der Schule ist.
Aber trotzdem !
vor 2 Jahren

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen