Samstag, 2. Januar 2010

Ein neues Jahr

Ins neue Jahr bin ich leider nicht ohne kleinere Schäden gekommen.
Als kurz nach Mitternacht alle draussen waren um ihre Raketen abzuschiessen, war keiner da, der mit mir meckern konnte und ich habe mir ein paar Gläser Sekt genehmigt. Den Rest hat dann mein Bruder genommen, als keiner guckte.
Mir ist das nicht wirklich gut bekommen und ich glaube ihm auch nicht.
Aber was solls !?
Ist doch eh schon alles hin.

In den letzten Tagen gab es bei mir leider auch wieder einige Rückfälle in verschiedene Richtungen, keine guten.
So ein Mist, das war alles schon länger her und ich hatte schon die Hoffnung, diese "Sachen" hinter mit gelassen zu haben.
Na ja, jetzt habe ich gerade keine Kraft, dagegen an zu gehen, so lasse ich mich also erstmal davon mitreissen und halte einfach aus.
In der Hoffnung, das es keiner mitbekommt, besonders nicht die Kinder.

Am 30. bin ich mit Kindern, Mutter und Onkel zum Friedhof gegangen.
Ich habe mich sehr gefreut, dass A. mitgehen wollte.
Das Wetter passte zum Anlass, es regnete und schneite abwechselnd.
Wir haben die vorhandenen Blumen und Schalen anders hingelegt, damit mein Gesteck draufpasste.
Das ist wirklich schön geworden, mit roten Rosen, wie ich es wollte. Und einer weissen Schleife.
Davon habe ich auch wieder neue Fotos gemacht, um mein Album wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Kinder posierten wieder neben dem Grab, wie sies gerne machen, jeder möchte mit aufs Bild.

Als ich heute aufwachte, konnte ich kaum meine Augen öffnen.
Gestern hatte ich schon so leichten Ausschlag im Gesicht.
Heute war mein komplettes Gesicht rot und dick.
Bin dann schnell nach Hause gefahren und habe eine kräftige Portion von dem antiallergischen Saft genommen (blöd wenn man keinen Beipackzettel mehr hat).
Mein Gesicht juckt zwar noch und es spannt noch, aber immerhin kann ich wieder aus meinen Augen gucken.

Ich habe in der Wohnung wieder einige Kleinigkeiten verändert, damit ich endlich die Kinderzimmer etwas leerer räumen kann.
Und die restliche Zeit damit verbracht zu saugen, wischen und putzen.

Der einzige Lichtblick heute war der neue-junge-attraktive Mieter, der über uns einzieht.
JUHU - Wenigstens etwas an mir läuft noch so wie gewohnt.
Mein Körper lebt noch...

Dienstag, 29. Dezember 2009

Genervt + Krank

Mal ein kurzer Zwischenstand.

Wir sind bei meiner Mutter über die Feiertage, meine Oma samt Opa und Onkel sind noch diese Woche dort.
Und es ist, wie es kommen musste.
4 Generationen = jede Menge Meinungsverschiedenheiten
Die Luft brennt sozusagen.
Für mich nur schwer auszuhalten, mein Platz ist im Bett...

Dazu die Gedanken an morgen.
Ich habe Angst.
Hoffentlich regnet es nicht.
Aber ich gehe nicht alleine.
Immerhin, dann können wir im Team heulen.

Zu allem Überfluss sind zur Zeit vier der acht dort campierenden Personen schon mächtig verrotzt. Dazu zwei die ohne Ende niesen.
Ich bin gleich mal auf dem Weg in die Apotheke.
Ich brauche noch Kapseln gegen den Schnupfen, damit es mir nicht wieder auf die Ohren schlägt oder in die Nebenhöhlen.
Ausserdem etwas gegen den Schnupfen bei F, der hört ja sonst auch eher schlecht, aber momentan ist es wirklich übel.
Wenn man mit ihm spricht fragt er ständig "Was ?", wenn man nicht it ihm spricht fragt er trotzdem immer "Was ?", weil er denkt wir hätten ihn angesprochen. Es hilft leider nur die Nachbarn mithören zu lassen und zu brüllen.
Die Nächte sind auch nicht besser, mittlerweile wacht er min zweimal pro Nacht auf.
Mittlerweile sehe ich tatsächlich aus wie ich mich fühle !

Sonntag, 27. Dezember 2009

30.12.1999

Seit dem 22.11. wussten wir, das ich schwanger bin, und beschlossen ganz spontan dieses Jahr noch zu heiraten.
Das hatten wir für 2000 geplant, wollten so aber noch die Steuerrückzahlung mitnehmen.
Es musste alles ganz schnell gehen, J musste noch nach Düsseldorf zum Niederländischen Generalkonsulat und sich ein Ehefähigkeitszeugnis holen.
Und es mussten von mir noch einige Urkunden aus anderen Städten angefordert werden.

Wir hatten alles rechtzeitig zusammen und waren beim Standesamt das Aufgebot stellen, das ging damals noch.
Als Termin entschieden wir uns für den 30. Dezember um 14h, den vorletzten Termin in dem Jahr.

Der tag war schnell gekommen und wir konnten gar nicht richtig aufgeregt sein, es ging alles so schnell.
Ich war da in der 14. Schwangerschaftswoche und man konnte meinen Bauch da schon deutlich sehen.

Der Standesbeamte hielt eine schöne Rede und fragte uns dann und ich bekam das Ja nicht richtig heraus un musste mich erstmal räuspern. J antwortet stilvoll mit Ja, ich will.
Dann durften wir uns die Ringe anstecken.Das ging ohne Probleme, keiner blieb hängen.
Den Rest des Tages waren wir dann bei uns zu Hause mit unseren Familien.

Ich war soo stolz, diesen Mann geheiratet zu haben, der sein ganzes Leben lang nicht daran gedacht hatte mal zu heiraten.
Mit 31 habe ihn ihn dann erwischt.

Den Standesbeamten sehe ich noch ab und zu in der Stadt, er ist mittlerweile pensioniert.
Jedes Mal habe ich ihm in meinen Gedanken gedankt, das unsere Ehe hält.
Das ist doch mittlerwile fürn A***, genützt hat es uns auch nichts !!!

Weihnachten...

endlich vorbei !

Die letzten Tage waren für mich der Horror.
Allein die Gesichter der Kinder als sie ihre Geschenke aupsackten waren wunderschön.
Beide haben sich sehr gefreut, meine kamen sehr gut an. Die Angst war unbegründet.
Es war das erste Weihnachten ohne den Papa und ohne meinen Mann und es war so wahnsinnig leer, ich fühlte mich so alleine als ich da sass und den Kindern zusah.

An allen Abenden war ich sehr früh im Bett, konnte aber trotz der Tropfen nicht richtig einschlafen.
Auch durchschlafen ging nicht F wird jede Nacht wach und weint dann etwa eine halbe Stunde lang.


Nun steht uns noch Silvester bevor, und ich freue mich schon auf das Neue Jahr.
Es kann doch nur besser werden !?
Ich hoffe es, ich möchte endlich wieder ein normales Leben führen.
Für und mit meinen Kindern.

Vorher habe ich ja noch diesen schweren Tag vor mir, an den ich nicht denken mag.
Ich werde an unserem 10. Hochzeitstag an seinem Grab stehen und weinen...
Das kann doch alles nicht wahr sein !

Es ist doch nicht richtig, an so einem Tag alleine zu sein.

Ich würde ihn so wahnsinnig gerne in den Arm nehmen, mein Gesicht an seinen Hals legen und den Geruch seiner Haut einatmen. Über seine kratzige Wange streichen und ihn einfach festhalten.
Ihn noch einmal auf seine warmen weichen Lippen küssen, wie ich es am 10. Juni Mittags getan habe.

Das nächste Mal war er schon tot und sein Mund nicht mehr so warm und weich...
Sein Körper war schon ganz kühl und fühlte sich ein wenig so an, als hätte er geschwitzt.
Seine Lippen waren so fest und kühl und etwas Blut war auf ihnen. Trotzdem fiel es mir nicht schwer ihn anzufassen, zu streicheln und mein Gesicht an seins zu legen, ihn zu küssen.

Er ist tot und so weit weg von mir, ich werde ihn nie wieder küssen können, ich werde bald verrückt.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Die letzten Vorbereitungen

So, jetzt sind alle wichtigen Sachen vor den Feiertagen erledigt.
Nun kann ich die nächsten beiden Tage in einer Winterstarre bleiben, mit dem Versuch, nicht an Weihnachten zu denken, sondern an die Tage danach.

Gerade war Frau T noch hier um die beiden dringendsten Sachen zu besprechen und evtl heute noch zu regeln.
Diese Frau ist so lieb, mir geht es jedesmal besser, wenn sie bei mir war.

A hat heute ihren letzten Schultag, und ich konnte mich erfolgreich vor dem Abschlussgottesdienst drücken. Ich hatte sie gefragt ob es ihr wichtig ist. Na guuuut, Lust hatte sie selber auch nicht, aber die Aussicht auf einen freien Tag extra morgen und die Ferien lassen sie das jetzt auch noch überstehen.

Morgen ist im Kindergarten ab 9h Kaffeetrinken und dann um 11h Weihnachtssingen.
Juhu, ich singe ja auch so gerne Weihnachtslieder.
Beim letzten Kirchenbesuch am Totensonntag habe ich wohl nur ein Viertel mitsingen können, die restliche Zeit habe ich mit Heulen und Naseputzen verbracht.

Aber dann um 12h ist auch das erledigt.
Dann dürfen wir nach Hause gehen.
Die Kinder freuen sich schon so sehr auf das Schmücken des Baumes.
Wenn es denn einen gibt.
Meine Mutter hatte gestern telefoniert und der Baum sollte abends geliefert werden.
Wer nicht kam, war der Baum.

Dafür hat mein Onkel den Lieferdienst übernommen, den sonst J immer machte. Er ist um 19h noch losgegangen und hat mir CherryCoke geholt, weil ich plötzlich, ganz dringend welche brauchte.

Ich sitze jetzt wieder hier und mag nicht gehen, es ist so schön ruhig hier.
Wenn ich nachher mit F nach hause komme (zu meiner Mutter), tobt wieder das Chaos.
Es ist so voll da, ich kann das kaum ertragen und möchte gerne meine Ruhe.
Aber ganz alleine sein ist auch keine Alternative.

Das Wetter ist blöde.
Die letzten zwei Tage hat es geschneit, nun taut es zwar etwas, aber ich traue mich noch immer nicht, mit dem Fahrrad zu fahren. Es ist so glatt und rutschig.
So viel wie in den beiden Tagen laufe ich sonst in einer Woche.

Montag, 21. Dezember 2009

Noch dreimal schlafen

Mit jedem neuen Tag fühle ich schlechter.
Bei dem Gedanken an Heiligabend wird mir schwindelig.
Die Kinder sind schon wahnsinnig aufgeregt, nun sind es nur noch drei Adventskalendertürchen hinter denen sich kleine Lego- und Playmobilfigürchen verstecken.

Das einzige an das ich jetzt schon mit einem schönen Gefühl denke, ist das Auspacken der Geschenke. Ich denke mal, ich habe dieses Jahr wieder gut ausgesucht.
Diesmal alleine, aber meine Mutter war mit.
Es ist zwar nicht soooviel, aber ich kann (fast) alle Herzenswünsche erfüllen.
Es ist schön und gleichzeitig ist es so traurig, dass ich nicht mit J dabei bin und wir uns darüber freuen. Mir fehlt dieses warme Gefühl.

Über die Feiertage sind wir wieder bei meiner Mutter, meine Oma ist auch dort.
Es ist schön, da kann ich noch einmal "Kind sein", mich bemuttern lassen, ich kann einiges abgeben und auch mal richtig durchhängen.


Nun ist dieses Jahr bald vorbei und irgendwie ist noch immer nichts geklärt.
Ich habe zwei sehr unschöne Briefe hier liegen und es bahnt sich wohl noch etwas an.
So wie es aussieht werde ich wohl auch in anderer Hinsicht als die Verliererin da stehen - und mit mir die Kinder.
Schöne Aussichten.
Ich freue mich schon aufs neue Jahr.

Freitag, 18. Dezember 2009

Die Zeit heilt alle Wunden

Das musste ich mir gestern mal wieder anhören.

Bitte, was soll das heissen ?

Es sind jetzt schon 6 Monate vergangen und es ist nichts "besser".
Mir geht es immer schlechter.
Jeden Tag wird es schwerer morgens überhaupt aufzustehen.
Es fällt mir so schwer meinem Kind mittags etwas zu Essen zu machen.
Mir tut alles weh.
Mein Herz ist gebrochen.
Ich kann nicht mehr.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Kick me

Wo an mir klebt nur dieser verdammte Zettel !?

Die Gespräche vorhin beim Amt haben mir für diese Woche erstmal den Rest gegeben.
Und dieser Scheiss auch noch vor Weihnachten.
Ich bin diesen ganzen Mist so Leid, das ganze Gerenne - und wofür ?
Ich bin so müde.

Besch*** "Wein"nachten

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Mein Körper schmerzt

Mein Körper fühlt sich zur Zeit nicht gut an.
Ich kann durch die Tropfen nun endlich wieder einschlafen ohne stundenlang nachzudenken. Und vor allem auch vor 0 Uhr.
Was leider nicht bedeutet, dass ich morgens ausgeschlafen bin. Ich stehe müde auf, bin den ganzen Tag müde, komme kaum hoch und abends gehe ich müde ins Bett. Und am nächsten Morgen stehe ich müde auf, ...

Wenn ich die Tropfen genommen habe und mich hinlege und noch einige Seiten lese, merke ich nach etwa 30 Minuten, wie ich langsam wegdämmere.
Das ist ein schönes Gefühl, ich fühle mich warm und leicht, mein Kopf ist so frei.

Ich habe wahnsinnige Knieschmerzen, die tun immer weh, beim Fahrradfahren, wenn ich aufstehe, selbst beim Sitzen.
Morgens wenn ich aufstehe, tut mir der ganze Körper weh.
Selbst meine Finger kann ich nicht ohne Schmerzen bewegen.
Dazu habe ich immer wieder Bauchschmerzen und heftiges Sodbrennen.
Und trotzdem fühle ich mich so taub.
Meine Gefühle fühlen sich so weit weg an, und es dreht sich alles in meinem Inneren. Und das macht mich verrückt.
Meine Gedanken kreisen immer wieder um die Bilder von J als ich ihn am Mittwoch gesehen habe und um die Fotos, wo er am Strassenrand liegt.
Ich werde das nicht los, es läuft wie eine Dauerschleife in meinem Kopf.

Dazu kommt auch noch ein Problem zwischen A und mir. Es läuft einfach nicht. Wir kommen momentan auf keinen Nenner.
Das war auch schon bei meinem Termin am Montag bei der Psychologin ein Thema.
Zumindest weiss ich schon, in welche Richtung es gehen muss.

Immerhin habe ich es heute geschafft bei meiner Mutter anzurufen, damit sie mir morgen den Begleiter macht, wenn ich zum Amt muss.
Ich muss mit vier Sqachen zu vier verschiedenen Bearbeitern.
Das wird ein Spass.
Der Papierkram liegt hier ja nun auch schon wieder eine Zeit, es wird langsam echt dringlich, dass ich das geregelt bekomme.
Aber auch wenn das erledigt ist, habe ich immer noch drei andere Sachen. Und an die mag ich nun überhaupt nicht denken.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, ich bin nicht diejenige, die etwas (jemanden !) verloren hat, sondern etwas schlimmes verbrochen hat.
So dreht sich zur Zeit einiges.

Montag, 14. Dezember 2009

Neue Bilder

Letzte Woche habe ich von meinem Onkel endlich die CD mit den Fotos bekommen, auf die ich schon gewartet habe.
Obwohl ich die anderen Bilder vom Auto schon gesehen habe, haben mich diese beiden umgehauen.
Auf der Fahrerseite wurde ja förmlich das Rad weggerissen.
Ich kann mir diese Bilder noch immer nicht ansehen ohne zu weinen.










Diese Bilder wurden um 14.14h gemacht, da war der Sarg gerade geschlossen worden.
J sah so schön aus, dass er die ganze Zeit geöffnet bleiben konnte.
Der Sarg sieht so klein aus, ich kann mir noch immer nicht vorstellen, wie J darin liegt, es muss doch eng sein.





Dieses Bild wurde abends um 20h gemacht, wir sind hingegangen um die Kerzen anzuzünden.
(Da habe ich dann auch die Schale vom BZ entdeckt.)

Sonntag, 13. Dezember 2009

traurig

Wieder sitze ich hier alleine und mache nichts Produktives.

Immerhin habe ich eine Alibi-Wäsche angestellt.

Heute ist wieder so ein Tag, da stehe ich auf und komme den ganzen Tag nicht mehr runter von dieser Traurigkeit.
Es fühlt sich an, als wäre in meinem Körper ein riesiges Loch, das mich verschlingen will.
In mir drin ist wieder so ein Gefühl von Einsamkeit, es macht mich verrückt.

Ich halte dieses Leben nicht aus.

Ich wünschte ich hätte mit im Auto gesessen !

Samstag, 12. Dezember 2009

Wieder mal alles so wie immer

Bin wieder mal kurz zu Hause.
Die Kinder sind gut versorgt und ich nutze die Gelegenheit hier zu Hause einmal die Bettdecken zu waschen, so lange sie nicht benutzt werden.
Ein bisschen aufgeräumt habe ich auch, ansonsten sitze ich am PC und mach nix.
Ausser Frieren, die Wohnung ist so ausgekühlt, ich schätze ich werde Tage brauchen, um sie wieder so warm zu bekommen, das wir hier wohnen können.
Es ist so kalt, ich friere ja sowieso immer, aber das ist jetzt mein absoluter Supergau.

Im Briefkasten waren wieder schöne Briefe.
Gestern eine Rechnung für die Standzeit des Autos in der Werkstatt.
Und heute eine Benachrichtigung, das ich einen nicht gerade kleinen Betrag an die gegnerische Versicherung zu zahlen habe.

Ich sehe schon, es wird auch von aussen dafür gesorgt, dass ich mich nicht gut genug fühle um wieder auf die richtige Spur zu kommen.

So sehe ich auch mittlerweile aus.
Ich mag schon nicht mehr in den Spiegel sehen, was ich da sehe, treibt mir die Tränen in die Augen.
J wäre wahrscheinlich enttäuscht, wie ich mich manchmal hängenlasse.
Bin ich auch, aber es fällt mir schwer, mich zusammenzureissen.

Papierkram liegt auch schon wieder seit einigen Wochen hier und ich kriege meinen Hintern nicht hoch, um das zu regeln.

Diese Woche war ich wieder bei meinem Arzt, bekomme jetzt noch zusätzlich Tropfen, damit ich endlich wieder schlafen kann.
Ich traue mich nur noch nicht, sie zu nehmen.

Meine Mutter konnte ich gestern Morgen vom Krankenhaus abholen.
Sie wurde dort auf den Kopf gestellt, es wurde dann nichts gefunden, was den Zusammenbruch verursacht haben könnte.
Dafür zwei andere Sachen, die mich auch nicht ruhiger werden lassen.
Ich habe Angst.

Bald ist schon Weihnachten, ich mag nicht.
Wir haben Weihnachten schon immer nicht gemocht, aber für die Kinder haben wir dann doch alles so einigermassen schön gemacht.
Geschenke habe ich auch schon alle zusammen.
Die Feiertage werden wir auch wieder drüben sein.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Kurz zu Hause

Bin nur kurz zu Hause, Wäsche holen und ein paar Telefonate erledigen.
Mutter ist immer noch im Krankenhaus, eventuell kommt sie morgen nach Hause.

As Termin ist gestern ganz gut gelaufen, in 6 Monaten haben wir einen neuen Termin. Dann die ganze Reise nochmal.

Ich krieche mittlerweile auf dem Zahnfleisch, ich bin immer wieder erstaunt, was so ein Körper alles aushält.

Freitag, 4. Dezember 2009

Kleiner Übernachtungsbesuch

Zur Zeit sind die Nächte nicht mehr nur kurz, sondern auch unruhig.
Ich bekomme fast jede Nacht Besuch vom Kleinen, der mitten in der Nacht aufwacht und dann sehr weint.
Dann kommt er zu mir ins Bett und schläft hier.
Meistens fragt er während des Weinens immer wieder : "Papa ist tot, ne ? Papa kommt nicht wieder !"

Ich finde das so unheimlich fies, das beschäftigt ihn anscheinend noch so sehr. Tagsüber redet er zwar nicht viel, aber es kommt dann wohl eben nachts.

Obwohl es in den letzten Tagen immer wieder sein Thema ist, dass der Papa einen Unfall hatte und dabei gestorben ist. Auch dass das Auto kaputt war und ein anderer Mann dabei war.

Ach Mann, immer wenn ich denke es wird langsam, kommt wieder irgendein Brocken, der uns vorgeworfen wird. Und wir dann sehen müssen, wie wir klarkommen.
Ich hab die Schnauze voll !

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Kleine Probleme

Na gut, diese Mal ist es wirklich nötig, zu meiner Mutter zu gehen.
Sie hatte heute einen kleinen "Unfall".
Der Arzt meinte, sie solle am Montag stationär ins Krankenhaus, damit abgeklärt wird, warum das passiert ist.
Es steht Epilepsie im Raum und eventuell Diabetes.

Das stellt mich jetzt erstmal ein wenig hilflos hin.
Nächsten Mittwoch habe ich mit A einen (Folge-)Termin bei einem Kinderendokrinologen, damit angeklärt wird, warum sie kaum wächst.
Der Termin steht nun schon seit einem halben Jahr fest, es gibt dort ewige Wartezeiten.
Nun muss ich mal sehen, wie ich das mache.
Da sollte F zu ihr gehen, damit er nicht mitfahren muss.
Das wird eine abenteuerliche Fahrt, wir werden lange mit dem Bus fahren müssen. Das möchte ich uns allen nicht zumuten.

Es ist eh schwer für mich.
Zuerst müssen wir nach B fahren, wo J gestorben ist, glücklicherweise fährt der Bus nicht an der Unfallstelle vorebi.
Und dann von B aus nach Bo, wo der Unfallfahrer wohnt.
Diese kleinen Schritte sind immer ziemlich belastend für mich.
Wenn wir dort sind, werde ich wohl jeden älteren Mann anschauen und gucken ob er Ähnlichkeit mit dem Mann auf dem Foto hat, das ich bei der Polizei gesehen habe.

Vor dem Arzttermin habe ich auch Angst, was dabei herauskommt.
Anfang Mai waren wir dort, nachdem wir vom Kinderarzt zum Röntgen geschickt wurden.
Der Arzt hat das Kind dann komplett vermessen und gewogen und wollte dann ein halbes Jahr später noch einmal die Daten vergleichen.
Mir schwant da echt Böses.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Es läuft so

Der Tag war ganz schön, es lief ruhig.
Die Kinder waren gut drauf.
Nur ist es bei uns zur Zeit etwas lauter : F hat wieder einen Schnupfen, der auf die Ohren geht. Den hat er wirklich jedes Jahr.
Nun müssen wir wieder laut sprechen, damit er nicht ständig fragt : Was ??
Gut das die Nachbarn uns schon gewohnt sind, und das es hier ab und an mal etwas laut zu geht.

Der Kinderarzt meinte, es sähe wohl etwas Sekret hinter dem Trommelfell, und da würde es reichen dreimal täglich Nasenspray zu geben, damit das alles abschwillt.
Ich hoffe, es gibt sich schnell wieder.
Ich komme mir schon vor wie ein Papagei, das ich ständig alles wiederholen muss.

Eigentlich sollte es mir auch gut gehen, aber ich fühle mich so traurig, als wenn mich etwas erdrückt.
Musste heute schon wieder mehrmals weinen.
Ich weiss nicht, was das jetzt ist.

Am Nachmittag war ich mit F nach dem Kindergarten beim Blumenladen und habe ein Gesteck für Js Grab bestellt.

Zu unserem 10. Hochzeitstag am 30.12.

Mann, habe ich eine Angst vor dem Tag !!!

Ruhiger Wochenstart

Wieder sind wir seit Montag zu Hause.
Das Wochenende war schön ruhig, ich konnte mich mal so richtig hängen lassen.
Den Kindern ging es gut, sie wurden von der Oma versorgt.

Der Montag war schon mal sehr schön, es war eine gute Stimmung und alles lief glatt.
Auch mir ging es prima, ich war nicht so ungeduldig wie sonst.
Ich fühle mich auch irgendwie etwas leichter als sonst. Ich hoffe dieses Gefühl bleibt diesmal länger, und ich falle nicht wieder in ein so tiefes Loch wie in den letzten Wochen.

Am Abend haben wir endlich As Fahrrad abholen können, da musste einiges gemacht werden, Bremse und Licht sollten bei diesem Wetter nun wirklich funktionieren.

Gestern habe ich schon für A ein Geschenk zum Nikolaus besorgt, nun fehlt noch eines für F und mir die Idee.

Was mich überrascht hat, waren ja die Finanzen, die mich erst am Montag Morgen und dann am Mittag geschockt haben.
Erst lief da nix und ich musste wirklich wochenlang warten, was echt hart war.
Und nun gleich die Rente und das Wohngeld für die Kinder.
Ich bin begeistert !
Das schon nach fast 6 Monaten !!!

Meine Mutter war gestern hier und wir haben uns mal den Schrank vorgenommen. Das war schon eine Heidenarbeit, aber mittlerweile kann man erkennen um was es sich handelt.
Jetzt fehlen nur noch die Türen und die kann ich auch leicht alleine anbauen.
die ersten Klamotten sind schon umgeräumt.
Dann kann endlich diese klapprige Kommode im Keller verschwinden und auf den Sperrmüll warten.

Am Sonntag gab es in der Kinderkirche für jedes Kind einen Schokokalender, diese hängen in den Zimmern.
A hat nur die Nummer eins geöffnet.
F hatte grossen Hunger und hat über den Tag insgesamt 6 Stückchen gefuttert.
Ich bin gespannt, wann die letzten Stücke dran glauben müssen.

Samstag, 28. November 2009

Schon wieder ein Wochenende...

das wir nicht zu Hause verbringen.
Ich kann hier nicht sein, mir bleibt die Luft weg.
Alles hier ist so voll, mit Erinnerung und Schmerz, so viel Trauer und trotzdem ist es hier so leer. Ich fühle mich jedenfalls so.

Die Kinder sind schon drüben bei meiner Mutter, ich fahre auch gleich.
Mal sehen wie lange wir diesmal bleiben.

Mein Ohrwurm :

Alleine für zwei

Nur durch Zufall hatte ich irgendwann die letzten Tage in der Zeitung gelesen, das As Wunschschule gestern Tag der offenen Tür hat.
So konnten wir dort hingehen.
Eigentlich wollte ich F zu meiner Mutter bringen, aber ich wollte ihn gerne bei mir haben.
Das Ergebnis war dann der absolute Horror.
Am Ende ging ich mit zwei um die heulenden und schreienden Kindern, von denen eines auch regelmässig ihr Fahhrad auf den Boden schmiss, agegen trat und noch lauter schrie nach Hause.

Und das passierte vorher :
Es gab eine Führung duch die Schule, dabei ging es durch die Schulküche und durch einen Raum in dem eine Rechtschriebförderung vorgestellt wurde.
In der Küche gab es Neujahrshörnchen, die ja nach dem Backen gerollt werden, bei der Förderung gab es Aufkleber.

Auf die Aufkleber gan es den totalen Run, somit bekam ein Kind nicht die gewünschten.
Das andere Kind wollte die "Waffeln" nicht gerollt sondern glatt. Gab es nicht.

Das war eine absolut beschissene Situation.
Ich kann mich doch nicht zweiteilen.
Mir tat das so leid.
Aber ich finde es so gruselig, ich stand da und wusste nicht, was tun.
Mir geht es momentan so schlecht, ich könnte ständig weinen (ja, tu ich auch), meine Nerven sind blank, es geht gar nichts.
Ich bin ja schon froh, dass wir überhaupt zur Schule gefahren sind.

Die gefällt uns beiden übrigens sehr gut, und ich werde nächste Woche direkt anrufen und einen Termin zur Anmeldung machen.


Als wir wieder zu Hause waren, habe ich mich Bad eingeschlossen udn mir die Bilder von J angesehen, die, wo er auf dem Gras liegt.
Ich wusste ja vorher, was drauf ist, aber es war ein Riesn-Schock.
Mein armer Mann !
Das sieht so schrecklich aus.
Jetzt weiss ich auch, warum der Bestatter zuerst eine ganze Weile alleine in der Trauerhalle war.
Er hat J noch etwas zurechtgemacht, nach dem Unfall war da viel mehr Blut im Gesicht. Er sah viel schlimmer aus.
Diese Bilder sind so grausam.
Warum musste es J passieren ?

Nächste Woche schickt meine Oma mir endlich die Bilder die mein Onkel gemacht hat.
Von dem Sarg und den Blumen in der Friedhofskapelle.
Die möchte ich so gerne mit ins Album stecken.
Und ich würde den Sarg gerne noch einmal sehen, wie er dort vorne steht.

Eine Sache ist mir noch eingefallen, die ich gerne getan hätte.
Ich hätte so gerne noch einmal den geschlossenen Sarg berührt, leicht darüber gestrichen.
Das wollte ich da auch schon tun, habe mich aber nicht getraut.
Genausowenig, wie ich dabei sein wollte, als der Sarg geschlossen wurde.
Der konnte bis kurz vor der Trauerfeier auf bleiben, das wolte ich auch so, falls noch jemand nicht bei ihm war um sich zu verabschieden.

Er sah bis zum Schluss so schön aus !
Das ist alles so unwirklich, ich denke immer, gleich wache ich auf und alles ist so wie immer, als er noch da war.
Da helfen mir auch keine Fotos.

Donnerstag, 26. November 2009

Heute

Schrank abholen war okay.
Nun steht alles ausgepackt herum und ich bekomme ihn ums Verrecken nicht aufgebaut.

Auf dem Weg zweimal an der Unfallstelle vorbeigefahren.
Schlimmes Gefühl, ich kann mich nicht an die Stelle stellen, an der er gestorben ist.
Ist mitten auf der Strasse.
Die Stelle an der er auf dem Grünstreifen liegt, kann ich auch nicht herausfinden, dafür sind die Bilder nicht weit weg genug.

Ich würde mir die Bilder so gerne ansehen, aber ich kann nicht.
Ich weiss was zu sehen ist, und habe Angst das zu sehen.


Scheisse, mein Mann ist wirklich tot !

Mein Mann !!!

Kommt nie wieder nach Hause !