Obwohl ja meine Familie evangelisch ist und Jürgen von unserem ev. Pfarrer beigesetzt wurde.
Aber immerhin ist er ja selber katholisch (war er zumindest auf dem Papier).
Finn fand es ganz aufregend, grosse Flammschalen zu kaufen, um das Grab abends schön zu beleuchten.
Gekauft haben wollte ich nur drei, am Ende waren es dann sechs, Finn liess nicht mit sich diskutieren.
So standen bei Jürgen am Ende vier Stück auf dem Grab verteilt, eine bekam der Opa und eine bekamen die Baby-Zwillinge von Jürgens Schwester.
Am frühen Abend fuhr ich mit Finn schon los um ein Gesteck und die Kerzen anzuzünden.
Später gingen wir dann mit meiner Schwester und meiner Mutter noch einmal gemeinsam.
Sogar Ania ging (ganz freiwillig) mit, lag sicher an meiner Schwester, die Kinder (und ich) LIEBEN sie.
Finn durfte den Hund meiner Schwester ab und zu halten, das fand er total toll.
Eigentlich war ich ganz froh, dass meine Kinder keine Taschenlampen mithatten, ich finde das ganz fies. (So richtig fies fanden wir das Mädchen, das mit einer Laterne über den Friedhof spazierte. *grusel*)
Dafür gab es diesmal richtig viele Erwachsene, die sich anscheinend nicht ohne Taschenlampe auf den Friedhof trauten, immerhin waren die so nett, diese in den schlenkernden Händen zu halten, damit wir regelmässig in die Augen geblendet wurden.
Dafür waren Kinder und Hund gut sichtbar ausgerüstet, der Hund zog sogar Blicke auf sich durch das Reflektorband am Hals
Vielleicht sollten meine Schwester und ich doch irgendwann mal unsere Idee verwirklichen und uns an diesem Tag mit Glühweinständen an den Ausgängen aufstellen. ^^
Zum Aufwärmen hatte Ania sich mein Wichtelgeschenk von vor einigen Jahren ausgeliehen : meinen Taschenwärmer
Auf jeden Fall war es schön, ich mag es so gerne in der Dämmerung über den Friedhof zu gehen wenn die Kerzen brennen, das sieht so schön und ruhig aus.
(Jaha, ich weiss, man kann unseren Namen auch so rausfinden, ich mag nur einfach keine "Zufallsfinder" mit der Nase drauf stossen. :-))

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