Sonntag, 19. Februar 2012

kein Stück weiter

es ist doch irgendwie kein wunder, das mit mir keiner (mehr) umgehen mag.
Mir wird immer wieder bewusst, in welcher Schleife ich lebe, es dreht sich doch alles immer nur um eins.
Es geht eine Weile, dann wird es schlimmer und hält mich dann lange am Boden, bis ich eines Morgens aufstehe und völlig euphorisch in die Zukunft schaue und wieder viel schaffe.

Ich weiss gar nicht, was bei mir zur zeit läuft.
Wo hört die Depression auf, wo fängt die Trauer an und wann geht sie über in Selbstmiteid !?
Ich weiss es nicht, irgendwie ist alles eins.

Aber eins weiss ich und es macht mich wahnsinnig.
Ich trete auf der Stelle, komme kein verdammtes Stück weiter.

Da sehe ich meine Kinder ihre Wege gehen, selbständig werden und komme mir daneben so klein und unzulänglich vor.
Tolles Vorbild.

Und das ist jetzt wieder der Punkt.
Ist das jetzt schon Selbstmitleid, wo es nur eine Feststellung ist und sein soll, was mir das Leben schwer macht.

Wann ist endlich der punkt an dem es vorwärts geht, an dem sich etwas ändert.
Seit über zwei Jahren versuche ich es und bin noch keinen Schritt weiter gekommen.

2 Kommentare:

  1. Liebe Ute,

    ich möchte Dir heute gern einmal antworten, vielleicht findest Du ja irgend etwas, was Du hier für Dich rausziehen kannst, wer weiß *lächel*...

    Ich lese seit ein paar Wochen hier still mit und mir ist aufgefallen, daß Du sehr streng mit Dir umgehst. Ich könnte mir vorstellen, daß es Dir leichter wird, wenn Du Dich selbst hier und da ein bißchen verwöhnst... Mit kleinen Dingen wie einer Tasse Tee hier und da oder auch mal mit größeren Dingen wie einer Massage oder vielleicht einem Kurs für das Hobby, das Du immer schon mal anfangen wolltest, es aber nie getan hast? Ich weiß schon, sich aufzuraffen ist blöd und dann braucht man vielleicht einen Babysitter usw. und jetzt noch der Umzug. Aber in der neuen Stadt einen Neuanfang zu machen, das ist eine ganz große Chance!

    Ich habe auch gelesen, daß Ihr am neuen Ort erwartet werdet und daß Euch am alten Ort wohl keiner hält - das ist toll! Dann schau, daß Du den Kontakt am neuen Ort hältst, was unternimmst, liebevoll mit Dir umgehst... Dieser Umzug ist ja kein Zufall, der kommt jetzt bestimmt genau richtig.

    Und ich glaube auch, daß es Deinem Mann gut geht, da wo er ist. Daß es jetzt wirklich um Dich geht - und ob es Depression heißt oder Selbstmitleid - hm, das ist dann auch schon fast egal. Dir gehts nicht gut und das sollte sich ändern und nur das ist wichtig.

    Ich denke einfach, daß mit diesem Unfall ein Teil Deiner Seele mit gegangen ist und durch ganz liebevollen, zarten Umgang mit Dir selbst kannst Du Dich wieder "heil" machen, ganz bestimmt... Nicht von heute auf morgen, aber so nach und nach... Vielleicht guckst Du wirklich auch drauf, wie Deine Kinder es machen - nicht aus dem Augenwinkel "Ich bin kein Vorbild" - sondern aus der Sicht "Kinder sind unbedarft, sie helfen mir, meinen Weg neu einzuschlagen, anders zu sehen, anders zu gehen...".

    Ganz liebe Grüße von der Larissa aus dem BZ

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  2. Liebe Ute,

    ich kenne Dich aus dem BZ und schaue immer mal wieder in deinen Blog.

    Dass Du umziehen willst, war mir gar nicht klar bis zu Deinem letzten Eintrag. Ich denke, das könnte ein guter neuer Anfang werden.

    Das die Schwiegerfamilie so reagiert, wie sie es tut... nun ja. In einem Kommentar beim letzten Eintrag wurde es ja schon geschrieben: auch sie haben einen Verlust erlitten und verstehen Deinen Umzug jetzt womöglich als weiteren Verlust. Hm. Ich glaube allerdings auch, Du musst hier ein bisschen egoistisch sein und das tun, von dem Du vermutest, dass es Euch - den Kindern, aber vor allem DIR - gut tut.

    Im Grunde muss die Schwiegerfamilie mit ihren Problemen selbst fertig werden.

    Aber wie auch andere Kommentatoren vor mir möchte ich Dir professionelle Hilfe empfehlen. Hast Du so etwas wie eine Gesprächstherapie? (Sorry, wenn ich da grade nicht auf dem Laufenden bin.) Ich könnte mir vorstellen, dass Dir auch das wirklich helfen könnte. Du kannst doch nicht immer alles mit Dir alleine ausmachen. Und als Ansprechpartner auf Augenhöhe sind die Kinder definitiv zu klein.

    (Wie lang darf ein Kommentar hier eigentlich sein?) Ich wünsch Dir alles Gute und schreib hier immer, wenn Dir danach ist. Du wirst auf jeden Fall gelesen!

    Liebe Grüße
    Marit aus dem BZ (früher Kgnr. 4553)

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