Samstag, 2. Juni 2012

Ein Brief

Jetzt wo es mit dem Umzug konkreter wird, kommen mir immer mehr Gedanken, was ich noch tun "muss" bevor wir endgültig hier weg sind.

Eines davon, was mir schon seit knapp zwei Jahren im Kopf rumspukt, ein Brief den ich schon viele Male in meinem Kopf formuliert habe, aber nie geschrieben.

Einen Brief an den Unfallverursacher in den ich alles reinpacke was mir seit dem Unfall im Kopf rumgeistert, was ich ihm sagen möchte.
Dazu hatte ich ja nie eine Möglichkeit, ausser bei dem Termin bei meinem Anwalt, wo wir uns vor langer zeit einmal trafen und wo er nur eine ganz kurze Zeit blieb, wo er dann hastig wieder gegangen ist.

Ausserdem  brannte mir auch noch eine Antwort unter den Nägeln auf den einen Brief, den er mir kurz nach dem Unfall, als der Termin zur Verhandlung feststand schrieb.

So habe ich am Donnerstag als ich bei Finn sass, der Hausaufgaben machte und habe mir den Block hingelegt und mal zu gucken was mir so einfällt.

Und als ich dann dort sass, den Block vor mir, den Kuli in der Hand, ging es los.
Ich hatte etwas länger überlegt wie ich die Begrüssung formuliere, "Hallo", "Hy" oder "Huhu" passt da ja eher nicht. ;-)
Sobald ich das geschrieben hatte kamen mir die Gedanken und ich schrieb einfach los.

Am Ende sind es dann acht Seiten geworden, allerdings nur die Vorderseiten, damit es nicht hässlich durchdrückt.

Auf Anias Wunsch lege ich ein Foto von unserem Grabstein bei, den Ania ja selber gestaltet hat. Sie meint es ist ihr wichtig, dass er sieht das wir uns Gedanken über den Stein für den Papa gemacht haben, die süsse.
Ich werde den Umschlag dann wohl mal fertig machen und hier hinlegen und auf den Moment warten, wo das Gefühl kommt und ich denke jetzt ist der richtige Zeitpunkt um ihn abzuschicken.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen