Endlich habe ich es heute geschafft, mit Finn zum HNO zu gehen und mal schauen zu lassen.
Der endgültige Auslöser war unser kurzes Gespräch beim Mittagessen :
F: Was ist das ?
U: Fleisch und Pilze !
F: Fleisch und Kekse ?
U: Nein, Pilze !
F: Kekse ?
U: Nein, PILZE !
F: Schrei mich nicht so an !
Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Denn so läuft es hier mittlerweile jeden Tag.
Das Ende vom Lied ist das, was ich mir schon dachte.
Er hat auf beiden Seiten einen ganz dicken Paukenerguss.
Was mich aber schon schwer nervte, war die Aussage des Arztes, dass "wir" da jetzt mal zwei Wochen gucken und dann sollte man operieren.
(Aber ich muss auch sagen, ich bin da vorbelastet. Ich habe seit meiner Kindheit regelmässig Hals- und Ohrenprobleme und sah diesen Arzt bis vor etwa 11 Jahren regelmässig alle drei Monate.
Und den Arzt mag ich einfach nicht, ist so ein typische Pferdedoktor, wie man hier so schön sagt.
Aber es war ja mit dem Kinderarzt abgesprochen, einmal zu ihm zu gehen.
Ich muss es ja nicht noch einmal tun.)
Der Arzt hat Finn heute zum ersten Mal gesehen, für etwa drei Minuten. Es gab dann ein Rezept für angemischte Nasentropfen (die Finn übrigens zum Würgen bringen. In seinem Bauch rumpelte es vorhin sehr, ich hoffe, er muss heute Nacht nicht mit Jörg sprechen. Ich mag nicht in den ohnehin kurzen Nächten noch bek** Bettwäsche auswechseln.).
Ich werde mich morgen mal ans Telefon hängen und einen Termin beim Kinderarzt machen, damit er dann weitersieht, ich mag einfach nicht jetzt schon eine OP, wo er diesen hartnäckigen Erguss zum ersten Mal hat.
**********************************************
Und was soll ich sagen, natürlich erwischt es mich gerade in einer Phase, in der es mir gerade eh sehr schlecht geht.
Ich stelle mir regelmässig die Frage, wie man merkt, dass man seinen Kindern nicht gut tut.
Ich weiss es nicht.
Aber ist doch wieder ein Punkt, der nicht hätte passieren dürfen.
Hier läuft aber auch gar nichts.
Ich kann nicht mehr schlafen, vergesse meine Medikamente andauernd.
Komme morgens nicht aus dem Bett.
Den Tag über bin ich so gereizt und müde und genervt.
Am Mittwoch als unsere FH für ein Gespräch mit mir kam, fragte sie sofort, ob ich gerade geweint hätte. Hatte ich nicht, aber ich sah sicher so aus, wie ich mich fühlte.
Sie bestand drauf, am Freitag unbedingt noch ein Gespräch vor dem Wochenende einzuschieben.
Ich fühle mich als Elternrest einfach so schlecht.
Mir fehlt dieser Mensch, der mich mal hält, mir wieder Mut macht und für mich da ist.
Anders als meine Mutter oder unsere FH, Bekannte oder Freunde, ein Mensch fürs Gefühl.
Und da setzt wieder diese Gedankenspirale ein :
So einen Menschen hatte ich einmal....
(Und da komme ich nicht raus gerade.)
vor 2 Jahren
