Der Beamte nahm sich viel Zeit, zeigte und erklärte Teile der Akte und sah mit uns Bilder am PC an.
(Ich hätte es nicht gedacht, aber diese Bilder waren noch schlimmer, als die in der Zeitung und im Internet. Auf zwei Fotos konnte man sehen, dass J. noch drinsass, zum Glück sah man nur ein Stück Hemd. Aber es war doch fürchterlich, das zu sehen.
Auf anderen Bildern war J. zu sehen, wie er auf dem Seitenstreifen im Gras lag, nachdem er aus dem Auto geschnitten wurde. Diese drei Bilder habe ich mir direkt ausdrucken lassen. Und auf einem Bild sahen wir auch den anderen Fahrer, wie er in seinem Auto auf dem Beifahrersitz sass und eine Infusion bekam.)
Dort wurde uns auch die vorläufige Skizze der Unfallstrecke gezeigt.
Das war schon schlimm, aber noch viel schlimmer war es, vor kurzem die endgültige Zeichnung und Rekonstruktion zu sehen.
Ich kann ja jetzt nicht so ins Detail gehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie das gerade so passieren konnte.
Wir sind diese Strecke in der Vergangenheit so oft gefahren. Und J. eben jeden Tag zur Arbeit.
Und dann noch dieser Gedanke, wenn J. einfach "falsch" reagiert hätte und nach links auf die Gegenfahrspur gelenkt hätte, hätte er vielleicht überlebt. Obwohl ich es bei den Bildern kaum glauben kann.
Und das ist für mich besser zu verstehen, als wenn er wirklich eine Chance gehabt hätte und sie nicht genutzt hätte, weil er richtig fahren wollte.
Die Bilder vom Auto waren wirklich grauenhaft. Aus vielen Perspektiven wurden Fotos gemacht.
In der Zeitung war ja nur eins von schräg vorne.
Und einige andere, aber alle nur von aussen.
Als das Auto dann freigegeben war, konnten wir die persönlichen Sachen ausräumen.
Da bin ich nicht mit hingefahren, ich glaube das hätte ich nicht gepackt.
Hingefahren sind meine Schwester, mein Bruder und mein Onkel, gefahren wurden sie von unserem Pfarrer Herrn W.
Dabei haben sie auch Fotos gemacht.
Die waren dann aber noch wieder schlimmer als die bei der Polizei.
Aufegnommen wurden welche aus dem Innenraum, aus der Sicht hinter dem Fahrersitz.
So kann man genau sehen, was direkt vor J. war.
Und alles so kaputt !
Das zu sehen, ist so schrecklich und ich bin so froh, dass J. es wohl mit Sicherheit nicht mehr mitbekommen hat.
Dieses Bild wurde aus dem Kofferraum, mittig aufgenommen :
(Draufklicken, dann wird es grösser und ist leichter zu erkennen.)
Als Letztes das, was meinen Bruder (14) noch immer verfolgt und mir noch immer eiskalte Schauer über den Rücken jagt :
Im Fussraum der Fahrerseite war es ja sehr zusammengeschoben und die Feuerwehr musste einige Teile auseinanderschneiden um J. aus dem Auto ziehen zu können.
Mein Bruder wollte da schauen, ob noch etwas da ist, was er herausräumen will.
Und da sah er noch sah J.s Arbeitsschuhe darinstecken, die so festgeklemmt waren, dass sie nicht herausgezogen werden konnten.

Liebe Ute,
AntwortenLöschenes sieht einfach schrecklich aus.
Man findet keine Worte.
WARUM nur...........????????????????
Ich denke dieses "Was Wäre Wenn " gehört zu unserem Leben.
Man kann es obwohl so unproduktiv ist leider nicht ausschalten :-(
Ich wünsche dir von Herzen das du zumind. bald wieder gut schlafen kannst.
Ganz tief und fest und traumlos.
Liebe Grüße
Katja