Bei ihm ist es meist abends, dass er traurig wird und viel weint, weil er den Papa vermisst.
Das ist so hart für mich, weil es auch bei mir abends ganz besonders schlimm wird, wenn es mir tagsüber schon schlecht ging.
Und ausserdem klebt er dann oft an mir, da kann ich nichtmal alleine aufs Klo.
Gut, da muss ich durch, er scheint es zu brauchen.
Heute geht es auch mir sehr schlecht, ich bin den ganzen Tag verheult herumgelaufen, ich möchte gerne wissen, was die Menschen um mich herum wohl gedacht haben, die mich nicht kennen.
Ich finde es schwer, mit dem Kleinen umzugehen, wo ich doch selber so verzweifelt bin.
Bei A. ist es immer noch so, dass sie es einfach nicht an sich heranlässt und auch kaum darüber redet/reden mag.
Das ist für mich so eigenartig, auf F. muss ich besonders eingehen und mit ihm viel reden. A. möchte eigentlich nur ihre Ruhe haben und nicht über das Ganze sprechen.
Es ist so wahnsinnig schlimm, wennn ich daran denke, was für einen tollen Papa die beiden haben und nicht mit ihm aufwachsen dürfen.
Ich habe mich so gefreut und war sehr stolz, dass genau dieser Mann mit mir zusammen leben und mit mir Kinder haben wollte.
Ich bin immer noch stolz, aber auch so leer.

Hallo,
AntwortenLöschendaß A. nicht darüber reden mag und kann ist gar nicht so ungewöhnlich. Sie ist ja schon größer und durchaus fähig zu begreifen was das alles bedeutet...und das ist ein viel zu großes Thema, man mag da als Kind gar nicht drüber nachdenken müssen. Ich war 12 als mein papa starb und ich bin sogar am tag drauf zur Schule...bloß normal sein, so tun als wär nix passiert (ich hätte es nicht mal dem Lehrer gesagt wenn das nicht meine freundnnen übernommen hätten). Verdrängung war das einzige Mittel das mir zur Verfügung stand...ob das nun gut war...schwer zu sagen.
V.a. konnte ich die Trauer meiner Mama ganz schwer aushalten und hätte mit ihr am allerwenigsten reden wollen/können...ich wollte sie ja nicht noch mehr belasten. Aus heutiger Sicht wäre es gut gewesen jemand Aussenstehenes zu haben, von daher bin ich froh zu hören daß ihr zur einer Psychologin geht. Auf eine solche Idee ist damals natürlich keiner gekommen...
Ansonsten würde ich ihr zwar signalisieren daß sie jederzeit mit dir reden kann, aber laß ihr ihr Tempo und ihre Art zu trauern..sie macht das schon instinktiv richtig.
Es ist eine verdammt harte Zeit durch die ihr da durchmüsst, es kann euch leider niemand abnehmenund es ist einfach nur verdammt ungerecht daß sowas passiert.
In Gedanken bei euch
Petra
ach liebe ute, ich kann gut verstehen, warum du stolz bist, das bist du zu recht. j. steht soviel liebe im gesicht geschrieben!
AntwortenLöschenich finde es toll, dass ihr 3 die psychologin habt, es wird euch bestimmt ein bißchen weiterbringen.
alles alles liebe
tina